Ressourceneffiziente Tunneltragsysteme in CO2-reduzierter Leichtbauweise auf Grundlage von KI-basierten Fertigungsverfahren
Im Tunnelbau sind enorme Materialverbräuche und damit verbundene CO₂-Emissionen nach wie vor Standard – ein Umstand, den das vom BMWK geförderte Forschungsprojekt RTTS gezielt adressiert. Unter der Leitung der Ed. Züblin AG entwickelt ein interdisziplinäres Konsortium ressourcenschonende, klimaoptimierte Tübbing- und Mörtelsysteme auf Basis neuer Betontechnologien, digitaler Fertigungsverfahren und KI-gestützter Materialbewertung. Ziel ist ein neuartiges Tunneltragsystem, das Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und wirtschaftliche Effizienz miteinander vereint.
Enormer Materialverbrauch im Infrastruktursektor
Im Infrastruktursektor werden aufgrund komplexer Boden-Bauwerks-Interaktionen und hoher Anforderungen an die Dauerhaftigkeit der Konstruktionen enorme Materialmengen verbraucht, deren Produktion unter anderem mit ausgeprägten CO2-Emissionen und Ressourcenverbräuchen einhergeht. So wurden beispielsweise beim Bau des Gotthard-Basistunnels in der Schweiz CO2-Emissionen von ca. 4,1 Mio. t verursacht, was ca. 27.000 t CO2,e/km Tunnel entspricht [1]. Ähnliche Angaben liegen für den Brenner-Basistunnel vor, für den Gesamtemissionen von 2,1 Mio. t CO2,e...
