H. MEUDT BETONSTEINWERK

Vorteile durch Klebetechnik am Verkehrsknoten ­„Schleifmühlchen“

In der Universitätsstadt Siegen übernimmt der Knotenpunkt „Schleifmühlchen“ als Hauptverteiler eine wichtige Funktion für die umliegenden innerstädtischen Knotenpunkte und angrenzenden Stadtgebiete. Bereits im Jahr 2002 richtete die Stadt Siegen für den Ausbau der Straße „Fludersbach“ an dem Knotenpunkt eine provisorische Verkehrsführung in Form eines Kreisverkehrsplatzes ein. Dieses Provisorium bestand mehr als 20 Jahre und wurde Mitte 2025 zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität zu einem zweistreifigen, richtliniengerechten Kreisverkehrsplatz mit zwei Bypässen grundhaft umgebaut. Für die Randbegrenzungen kam dabei unter anderem die Bordsteinklebetechnik des Betonsteinherstellers Hermann Meudt aus Wallmerod zum Einsatz.

Umfassender Ausbau der ­Verkehrsanlage

Aufgrund seiner verkehrlichen Bedeutung weist der Knotenpunkt „Schleifmühlchen“ ein hohes durchschnittliches tägliches Verkehrsaufkommen auf. Ziel des Straßenausbaus war es, die Belange von Fußgängern, Radfahrern, öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) und motorisiertem Individualverkehr besser zu berücksichtigen. Dafür war ein umfassender Ausbau der Verkehrsanlage erforderlich.

Im Zuge der Maßnahme wurde auch die südliche Ufermauer des Vorfluters „Weiß“ auf einer Teillänge erneuert. Hierzu wurde eine überschnittene Bohrpfahlwand mit aufgesetzter Kragplatte zur Aufnahme des Gehwegs hergestellt. Die Bauleistungen umfassten zudem den Ausbau der in den Kreisverkehrsplatz einmündenden Knotenarme auf unterschiedlichen Längen von bis zu 145 m.

Der Straßenausbau erfolgte weitgehend innerhalb der Grenzen des bestehenden Straßenbestands. Lediglich im Bereich der Marienborner Straße wurden die Verkehrsflächen verbreitert. Die Höhenplanung orientierte sich insbesondere in den einmündenden Knotenarmen an den bisherigen Ausbauhöhen. Im Bereich des neuen Kreisverkehrsplatzes wurden die Verkehrsflächen bis zu 1,30 m höher als der bisherige Straßenbestand angelegt.

Höhere Einbauleistung – weniger Verkehrsbehinderungen

Eine Besonderheit der Maßnahme sind die Elemente zur Randbegrenzung des Kreisverkehrsplatzes, der Verkehrsinseln und der Querungsbereiche. Sie wurden überwiegend mit der Bordsteinklebetechnik des Betonsteinwerks Hermann Meudt eingebaut. Dabei werden die Steine nicht konventionell in Beton gesetzt, sondern auf die Asphaltbinderschicht geklebt.

Jan Witowski, Geschäftsführer des Ingenieurbüros PlusPlan Ingenieure GmbH aus Siegen, erläutert die Gründe: „Die Klebetechnik ermöglicht eine durchgängige Herstellung der Asphaltbefestigung. Dies vermeidet Nähte und steigert die Dauerhaftigkeit des frostsicheren Oberbaus. Außerdem wird aufgrund der fehlenden Einbauten dank der Bordsteinklebetechnik die Einbauleistung der Asphaltbefestigung maßgeblich erhöht.“

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung musste der Planungsbereich in zahlreiche Bauabschnitte unterteilt werden, um auch während der Bauarbeiten eine Verkehrsführung zu ermöglichen. Durch die Klebetechnik konnten die späteren Fahrbahnteiler und Grünflächen zunächst für die provisorische Verkehrsführung genutzt werden. Ein weiterer Vorteil lag nach Angaben des Planers in den entfallenden Aushärtezeiten einer konventionellen Betonfundamentierung. „Weil man bei Verwendung der Klebetechnik nicht wie bei einer konventionellen Fundamentierung in Betonbauweise die Aushärtezeiten des Betons berücksichtigen muss, konnte auch die Bauzeit maßgeblich verkürzt werden“, so Witowski.

Dünnbettklebeverfahren für die Bordsteine

Die Verklebung der Steinelemente erfolgt im Dünnbettklebeverfahren. Die Bordsteine im Profil 30 × 25 cm werden werkseitig auf eine Höhe von 20 cm geschnitten und anschließend mit der geschnittenen Seite verklebt. Dadurch werden fertigungsbedingte Höhenschwankungen ausgeglichen und die Steine für die Verklebung kalibriert. Durch den Schneideprozess wird zudem die Zementhaut entfernt, was nach Angaben des Herstellers die Haftung des Klebers verbessert.

Für die Fahrbahnteiler und Fahrbahneinfassungen standen verschiedene Radien und Formsteine zur Verfügung. Dadurch ließ sich der erforderliche Schneideaufwand auf der Baustelle reduzieren.

Am 22. September 2025 wurde der Verkehrsknoten „Schleifmühlchen“ offiziell für den Verkehr freigegeben. Nach Angaben der Projektbeteiligten ermöglicht der Umbau seither einen flüssigeren Verkehrsablauf.

CONTACT

Hermann Meudt
Betonsteinwerk GmbH

Frankfurter Straße 38

56414 Wallmerod/Germany

+49 6435 5092 0

www.meudt-betonsteinwerk.de

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