„Think Concrete, Go Precast!“ – Innovative Wege zu nachhaltigem Bauen
Die 25. Ausgabe des BIBM-Kongresses findet vom 20. bis 22. Mai 2026 in Rom statt. Als führende europäische Plattform der Betonfertigteilindustrie bringt die Veranstaltung erneut zentrale Akteure der Branche zusammen.
Im Gespräch mit BFT International erläutern Dr. Ulrich Lotz und Michael Voss, CEOs der BCF - Building Congress Forum GmbH, sowie Denny Bakirtzis, Organisationsleitung Kongress & Ausstellung, die Besonderheiten des Events und seine Rolle im europäischen Kontext.
BFT International: Herr Dr. Lotz, Herr Voss – der BIBM-Kongress geht 2026 in seine 25. Ausgabe. Welche Bedeutung hat dieses Jubiläum für die Branche?
Michael Voss: Der BIBM-Kongress ist seit Jahrzehnten das wichtigste europäische Branchentreffen für die Betonfertigteilindustrie. Die 25. Ausgabe unterstreicht diese Kontinuität und zeigt gleichzeitig, wie stark sich die Branche weiterentwickelt hat. Heute geht es nicht mehr nur um technische Lösungen, sondern um die großen Fragen unserer Zeit – Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Resilienz.
Dr. Ulrich Lotz: Gleichzeitig bleibt der Kern unverändert: Der Kongress bringt die relevanten Akteure zusammen – Industrie, Forschung, Planung und Politik. Genau dieser Austausch ist entscheidend, um die Transformation des Bauens aktiv zu gestalten.
BFT International: Wenn wir auf diese Transformation schauen: Welche Rolle spielt der BIBM selbst dabei?
Dr. Ulrich Lotz: Der BIBM ist die zentrale europäische Stimme der Betonfertigteilindustrie. Er vertritt die Branche gegenüber europäischen Institutionen, bringt sich in Normungsprozesse ein und sorgt dafür, dass die spezifischen Vorteile des Fertigteilbaus in politische und regulatorische Entwicklungen einfließen.
Gleichzeitig ist der Verband weit mehr als ein Interessenvertreter – er schafft eine Plattform für technischen Austausch, entwickelt Leitlinien und unterstützt seine Mitglieder dabei, sich auf neue Markt- und Regulierungsbedingungen einzustellen. BFT International: Es war also der Unternehmergeist der Stadt?
BFT International: Diese europäische Perspektive spiegelt sich auch im Kongress wider. Welche Rolle spielen dabei Ihre Partner?
Michael Voss: Eine sehr zentrale. Der Kongress wäre ohne das Engagement unserer Partner in dieser Form nicht möglich. Mit Assobeton haben wir einen starken nationalen Gastgeber, der die italienische Branche hervorragend einbindet.
Ebenso wichtig ist die IPHA als Co-Organisator und engagierter Partner, der seine internationale Expertise einbringt.
Dr. Ulrich Lotz: Darüber hinaus profitieren wir von der engen Zusammenarbeit mit europäischen Verbänden wie zum Beispiel dem belgischen Fertigteilverband FEBE. Diese Netzwerke stellen sicher, dass der Kongress wirklich die gesamte europäische Perspektive abbildet – sowohl fachlich als auch strategisch.
BFT International: Herr Bakirtzis, diese europäische Breite spiegelt sich auch im Programm wider. Was erwartet die Teilnehmer konkret?
Denny Bakirtzis: Das Programm ist entlang der zentralen Zukunftsthemen der Branche strukturiert. Wir behandeln unter anderem Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und klimaresiliente Infrastruktur.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie Betonfertigteile zur Entwicklung nachhaltiger und bezahlbarer Städte beitragen können. Diese Themen werden nicht nur in Vorträgen behandelt, sondern auch in Podiumsdiskussionen vertieft, die den Austausch zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik fördern.
BFT International: Sie haben die Diskussionen angesprochen – ist das ein neues Element des Kongresses?
Denny Bakirtzis: Ja, in dieser Form schon. Jede thematische Session wird durch eine Paneldiskussion ergänzt. Das Ziel ist, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern echte Debatten anzustoßen und konkrete Lösungsansätze zu diskutieren.
BFT International: Neben dem Fachprogramm spielt traditionell auch die Ausstellung eine wichtige Rolle. Wie fügt sie sich in das Gesamtkonzept ein?
Denny Bakirtzis: Die Ausstellung ist ein zentraler Bestandteil des Kongresses. Hier werden die neuesten Technologien und Innovationen der Zulieferindustrie präsentiert. Besonders wichtig sind dabei die Innovation Workshops, in denen Unternehmen ihre Lösungen kompakt und praxisnah vorstellen können.
BFT International: Der Kongress findet 2026 in Rom statt. Warum fiel die Wahl auf diesen Standort?
Michael Voss: Rom ist eine Stadt, die wie kaum eine andere für Baukultur steht – von der Antike bis zur Moderne. Diese Verbindung von Tradition und Innovation passt hervorragend zum Thema des Kongresses.
Dr. Ulrich Lotz: Ja, und Rom ist eben der Ort, an dem die Geschichte des Betons begann: „Back to the roots“ gewissermaßen. Zudem bietet der Veranstaltungsort ideale Voraussetzungen für eine internationale Fachveranstaltung. Und nicht zuletzt schafft die Stadt selbst einen besonderen Rahmen für Networking und persönliche Begegnungen.
BFT International: Apropos Begegnungen – welche Rolle spielt das Rahmenprogramm?
Denny Bakirtzis: Formate wie das Gala Dinner auf der Terrazza Caffarelli oder die geführten Stadttouren bieten ideale Gelegenheiten für informellen Austausch. Das Rahmenprogramm ist seit jeher bewusst integraler Bestandteil des Kongresses.
BFT International: Herr Dr. Lotz, zum Abschluss eine persönliche Frage: Was motiviert Sie persönlich, sich über viele Jahre hinweg so intensiv für den BIBM-Kongress zu engagieren?
Dr. Ulrich Lotz: Mich begeistert vor allem die Dynamik dieser Branche. Der Bausektor steht vor enormen Herausforderungen – und gleichzeitig vor großen Chancen. Der BIBM-Kongress ist einer der wenigen Orte, an denen man diese Entwicklung in ihrer ganzen Breite erleben kann.
Und ganz persönlich: Es ist immer wieder inspirierend zu sehen, wie Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Disziplinen zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
BFT International: Eine Europäische Plattform für die Betonfertigteilindustrie und ihre Zulieferer also. Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in Rom!
CONTACT
Building Congress Forum
Gerhard-Koch-Str. 2+4
73760 Ostfildern/Germany
