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Tragwerke für mehrere Lebenszyklen planen

Wie „Design for Disassembly“ und wiederverwendbare Tragwerkssysteme zirkuläres Bauen im Fertigteil- und Hybridbau unterstützen können

© Peikko Group Corporation

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Jahrzehntelang wurden Gebäude als dauerhafte Bauwerke konzipiert, obwohl ihre Nutzungsdauer häufig kürzer ist als die Lebensdauer der eingesetzten Materialien. Da die Bauindustrie nach Wegen sucht, CO₂-Emissionen und Materialverschwendung zu reduzieren, lässt sich diese Diskrepanz immer schwerer rechtfertigen. Zirkuläres Bauen verlagert den Fokus daher von der Planung von Gebäuden für einen einzigen Lebenszyklus hin zur Planung von Tragwerken, die demontiert, wiederverwendet und für zukünftige Projekte angepasst werden können.
 
Von der Natur lernen

In der Natur werden Materialien fortwährend wiederverwendet und umgewandelt. Nichts wird verschwendet; Ressourcen nehmen im Laufe der Zeit lediglich neue Formen an und erfüllen neue Zwecke. Laut Ján Bujňák, Vice President of Product Development bei Peikko, ist dieses Prinzip eine wertvolle Lehre für die Bauindustrie.
 „Wiederverwendung ist der natürliche Zustand der Dinge. Die Natur verschwendet nicht; sie verwandelt. Irgendwann haben Menschen gelernt, die Gesetze der Natur zu überschreiten, und wir haben angefangen, mehr Neues zu schaffen, statt wiederzuverwenden.“
Überträgt man dieses Denken auf die Tragwerksplanung, bedeutet das, Gebäude so zu planen, dass sie sich an zukünftige Anforderungen anpassen lassen, statt ihren Lebenszyklus mit dem Abriss zu beenden.
 
Für die Demontage planen

Ein Beispiel für diesen Ansatz ist DELTABEAM® Green Reuse, eine Verbundträgerlösung für Slim-Floor-Decken, die gezielt auf die Wiederverwendung von Tragwerksteilen ausgelegt ist. Das System verbindet die statische Effizienz der Slim-Floor-Bauweise mit Konstruktionsprinzipien, die es ermöglichen, Träger und Deckenplatten zu demontieren und in zukünftigen Gebäuden erneut einzusetzen.
Schraubverbindungen spielen in diesem Konzept eine Schlüsselrolle. Da sich Bauteile wie z. B. das Tragwerk damit montieren und später wieder demontieren lassen, ohne die Komponenten zu beschädigen. Es bedeutet: Wiederverwendung statt Abriss. Dieser Ansatz verwandelt das Tragwerk von einer Einweg-Lösung in eine langfristige Ressource für zukünftige Projekte.
 
Vom Konzept zur Praxis

Um die Machbarkeit wiederverwendbarer Tragwerke zu zeigen, starteten Peikko und der Fertigteilhersteller Consolis VBI ein Pilotprojekt in den Niederlanden. Die Partner konzipierten und montierten ein hybrides Tragwerk, das mehrfach errichtet, demontiert und wieder montiert werden konnte.
Das Projekt zeigte, dass „Design for Disassembly“ in der modernen Fertigteilbauweise praktisch umsetzbar ist. Durch die Kombination aus vorgefertigten Deckenplatten, Verbundträgern und mechanischen Verbindungen konnte das Tragwerk mehrere Lebenszyklen simulieren, ohne die Tragfähigkeit zu beeinträchtigen.
 
Ein notwendiger Perspektivwechsel

Über die technische Machbarkeit hinaus stehen wiederverwendbare Tragwerke für einen grundlegenderen Wandel darin, wie die Bauindustrie Materialien und Ressourcen bewertet. Wie Jaakko Yrjölä, Senior Manager bei Peikko, hervorhebt, wird Ressourcenknappheit zu einer der prägenden Herausforderungen.
„Das Problem ist, dass wir immer mehr tun – und es gibt eine klare Grenze. Wir nehmen der Natur zu viel. Diese Grenze ist unsere Motivation, darüber nachzudenken, wie wir bauen.“

Zirkuläres Bauen erfordert daher mehr als neue Materialien oder Technologien. Es braucht einen Wandel im Denken entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Bauens. Indem Tragwerke für mehrere Lebenszyklen geplant werden, kann die Branche einen wichtigen Schritt hin zu einer ressourceneffizienteren gebauten Umwelt machen.
 
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