Schalungskonzept für Dänemarks drittlängste Brücke
25.06.2026Mit der neuen Storstrøm-Brücke entsteht eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Beim Bau der 3,83 km langen Schrägseilbrücke kam ein integriertes Schalungs- und Traggerüstkonzept von Doka zum Einsatz, das an die komplexe Geometrie und die hohen Anforderungen des Projekts angepasst wurde.
Figure: SBJV
Die „Dronning Margrethe II’s Bro“ verbindet die dänischen Inseln Falster und Seeland und bildet gemeinsam mit der Festen Fehmarnbeltquerung einen wichtigen Bestandteil des Nord-Süd-Verkehrskorridors zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Die Brücke ist mit einer Gesamtlänge von rund 3.830 m die drittlängste Brücke Dänemarks.
Schalungslösungen für unterschiedliche Bauabschnitte
Figure: SBJV
Seit 2019 begleitet Doka das Projekt mit Schalungs- und Traggerüstlösungen für mehrere Bauabschnitte. Dazu zählen die rund 80 m langen Vorlandbrücken, vorgefertigte Pfeilerköpfe, auskragende Tragwerke zur Verbindung der Fertigteil-Brückensegmente mit dem Pylon sowie Schalungslösungen für den 102 m hohen Pylon. Zusätzlich wurde eine projektspezifische Arbeitsplattform für die abschließenden Arbeiten an der Schrägseilbrücke entwickelt.
Der Pylon weist eine variable Geometrie sowie integrierte Aussparungen, vorgefertigte Box-outs und Einbauteile für die Schrägseile auf. Für dessen Herstellung kombinierte Doka Plattformen der Selbstkletterschalungen SKE100 plus und SKE50 plus. Nach Angaben des Unternehmens konnte so den unterschiedlichen geometrischen Anforderungen des Bauwerks Rechnung getragen werden.
Arbeitsplattform für die Endmontage
Für die abschließenden Arbeiten an der Schrägseilbrücke kam eine speziell entwickelte Arbeitsplattform zum Einsatz. Diese wurde abschnittsweise mit dem Traggerüst Staxo 100 errichtet und nutzte vorhandene Verankerungspunkte aus der Pylonherstellung. Zwei integrierte Treppentürme ermöglichten den Zugang während sämtlicher Bauphasen.
Die Brücke wurde Anfang Juni 2026 für den Straßenverkehr freigegeben. Die Inbetriebnahme der Bahnstrecke ist für 2027 vorgesehen. Die bisherige Storstrøm-Brücke aus dem Jahr 1937 wurde nach der Eröffnung des Neubaus außer Betrieb genommen und wird schrittweise zurückgebaut.
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