Selbstwirksamkeit
Mit dem Start ins neue Jahr richtet sich unser Blick unweigerlich nach vorn. Unsere Branche verbindet mit 2026 große Erwartungen – und auch ich wünsche mir ein Jahr, das uns neuen Schwung verleiht. Gleichzeitig habe ich in den vergangenen Jahren gelernt, dass äußere Umstände sich längst nicht immer so entwickeln, wie wir es gern hätten. Die Erfahrung der Pandemie, die politischen Unsicherheiten weltweit und ihre Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und die Bauindustrie haben deutlich gemacht, wie wenig planbar unsere Realität geworden ist.
Doch gerade daraus erwächst für mich ein Gedanke, der nicht pessimistisch, sondern stärkend ist: Verlässlichkeit entsteht vor allem dort, wo wir selbst Einfluss haben. In unserem eigenen Handeln, unserer Haltung, in der Kraft unserer Teams. Immer wieder habe ich erlebt, wie viel möglich wird, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Herausforderungen anzunehmen und Schritt für Schritt weiterzugehen. Diese innere Stabilität – Mut, Ausdauer, Resilienz – trägt uns durch Zeiten, die sich von außen kaum steuern lassen.
Ich bin gespannt, welche Entwicklungen und Impulse unsere Branche 2026 prägen und – trotz aller Herausforderungen – weiter voranbringen werden. In dieser Ausgabe widmen wir erneut ein umfangreiches Kapitel dem Thema Nachhaltigkeit. Es zeigt, wie sehr dieses Feld die Branche weiterhin beschäftigt und dass die meisten Unternehmen längst erkannt haben: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus, sie stärken sich gegenseitig. Auf Seite 34 ff. finden Sie zudem zwei Beiträge zur additiven Fertigung – einem Thema, das uns schon 2025 intensiv begleitet hat und auch in diesem Jahr spannende Perspektiven eröffnet.
Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen vor allem eines: dass Sie die Stärke in sich selbst und in Ihrem Umfeld spüren – und dass daraus Energie für Neues entsteht. Möge 2026 uns allen Gelegenheiten bieten, mutig voranzugehen und Chancen zu ergreifen, wo sie sich eröffnen.
Ihre Karla Knitter
