Mit Vertrauen in die Zukunft: Sotubema modernisiert seine Fertigteilproduktion mit innovativer Teka-Technik
Sotubema hat seine Fertigteilproduktion am Standort Saint Astier umfassend modernisiert und dafür eine neue, CO₂-reduzierte Betonmischanlage mit einem Hochleistungs-Turbinenmischer von Teka integriert. Die Investition stärkt die technische Leistungsfähigkeit des Werks und bildet die Basis für eine neue Generation anspruchsvoller Betonfertigteile.
Der französische Betonfertigteilhersteller Sotubema, Teil der Carsey-Gruppe, zählt seit 1955 zu den etablierten Herstellern im Tief- und Ingenieurbau. Das Unternehmen fertigt heute ein breites Spektrum an Fertigteilen, darunter Stützkonstruktionen, Rahmenkonstruktionen, Elemente für den Straßen- und Tunnelbau, Produkte für Verkehrswege, Stadtmobiliar aus 3D-gedrucktem Beton sowie – neu im Portfolio – Fertigteil-Umspannwerke für die französische Strominfrastruktur. Diese Bandbreite ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, die Sotubema gemeinsam mit den Schwesterunternehmen Chapsol und Carsey 3D innerhalb der Carsey-Gruppe vorantreibt. Ein eigenes technisches Büro innerhalb der Gruppe ermöglicht darüber hinaus individuelle Kundenlösungen und maßgeschneiderte Konstruktionen.
Kontinuierliches Wachstum: Die Entwicklung der letzten Jahre
Die vergangenen Jahre waren geprägt von gezielten Investitionen in moderne Fertigungstechnik. 2018 erweiterte Sotubema seine Kapazitäten durch eine zusätzliche Produktionsstätte. 2021 folgte der Erwerb einer automatischen Maschine zur Sofortentformung, 2022 die Gründung der Carsey-Gruppe und der Aufbau der Sparte Carsey 3D mit industriellem Betondruck. 2023 wurde das Sortiment um Fertigteile für den Schwerbau ergänzt. Die jetzt abgeschlossene Modernisierung am Standort Saint Astier führt diese Entwicklung fort und ermöglicht die Herstellung eines neuen Produktsegments: technischer Fertigteile für die Energieinfrastruktur.
Auftrag für die französische Strominfrastruktur gibt den Ausschlag
Anlass für die Modernisierung war ein neuer Auftrag zur Herstellung von Fertigteil-Umspannwerken. Diese Produkte erfordern die Verarbeitung technischer Betone, unter anderem selbstverdichtender Betone mit Metallfasern. Um diese Rezepturen sicher und reproduzierbar abzubilden, entschied sich Sotubema für eine komplett neue Anlage, die im März 2025 in Betrieb ging. Die dazugehörige Betonmischanlage folgte im September 2025.
Ein Teil der Investition von über 3 Mio. Euro wurde durch den von der französischen Umweltagentur ADEME verwalteten Fonds Vert Territoire d’Industrie unterstützt.
„Die ADEME-Förderung war für uns ein entscheidender Hebel, um diese CO₂-reduzierte Mischanlage realisieren zu können“, betont Valki Capron, stellvertretender Geschäftsführer von Sotubema.
Das Unternehmen verfolgt darüber hinaus das Ziel, seine Produkte ökologisch weiterzuentwickeln. Dazu zählt die Optimierung der Betonrezepturen, um sowohl die Mischzeiten als auch den CO₂-Fußabdruck dauerhaft zu reduzieren.
Die neue Anlage: Ein Zusammenspiel spezialisierter Partner
Die Modernisierung umfasst eine vollständig neue Fertigungsanlage für Fertigteile der Energieinfrastruktur. Dazu gehören:
neue Gussformen für die Betonfertigteile
Hebevorrichtungen wie Laufkräne und Großraumfahrzeuge
eine CO₂-reduzierte Betonmischanlage
Infrastruktur für die Integration der elektrischen Komponenten durch den Partner Grolleau.
An der Ausstattung waren zahlreiche spezialisierte Lieferanten beteiligt: Teka, Walter, Construx, Rocchi, Ballon, Eiffage und RMPB. Die Anlage ist darauf ausgelegt, mehr als 200 t Beton pro Tag zu verarbeiten und damit die Anforderungen des neuen Produktsegments langfristig zu erfüllen. Für die Realisierung der neuen Produktpalette arbeiteten zudem mehrere Planungsbüros an der Definition und Qualifizierung des technischen Betons sowie an der Auslegung der neuen Infrastruktur.
Herausfordernde Standortbedingungen
Der Standort Saint Astier brachte besondere bautechnische Herausforderungen mit sich. Da die Produktionsfläche auf einem ehemaligen Kalksteinbruch liegt, waren umfangreiche Verstärkungsmaßnahmen notwendig. Zusätzlich stellte der sehr begrenzte verfügbare Platz eine Herausforderung dar, da auf dem Gelände gleichzeitig die neuen Produktionsanlagen und die Einrichtungen des Partners Grolleau untergebracht werden mussten. Diese strukturellen Anpassungen waren in dieser Form ursprünglich nicht vorgesehen, ließen sich aber durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgreich umsetzen.
Das Herzstück der neuen Anlage: Der Teka-Turbinenmischer THT 1500
Zentraler Bestandteil der neuen Mischanlage ist der Hochleistungs-Turbinenmischer THT 1500 von Teka. Für Sotubema war die Entscheidung eine Fortführung der langjährigen Zusammenarbeit: Zwei Mischer älterer Generationen sind seit vielen Jahren zuverlässig im Einsatz.
Der THT 1500 verfügt über einen frequenzgeregelten 45-kW-Antriebsmotor und erreicht einen maximalen Betonausstoß von 1,0 m³ pro Mischzyklus. Die patentierte Mischturbine arbeitet mit einem gegenläufig drehenden Mischstern; dieses Gegenstromprinzip sorgt für besonders intensive Durchmischung, ohne die Kornstruktur zu beschädigen. Die gleichmäßige Feuchtemesskurve bestätigt die homogene Wasserverteilung während des Mischvorgangs.
Das Zusammenspiel aus Mischturbine, Mischstern sowie Räum- und Abstreifschaufeln deckt den Trogboden mehrfach ab und gewährleistet eine schnelle, gleichmäßige Homogenisierung. Die Turbine ist hartmetallbeschichtet, höhenverstellbar und mit einem Selbstreinigungseffekt versehen. Abdichtungen in Haube, Klappsegmenten und Schauklappe verhindern Wasseraustritt auch unter anspruchsvollen Bedingungen.
Der Mischer eignet sich für:
Selbstverdichtenden Beton (SVB)
Faser- und Metallfaserbeton
Vorsatz-, Farb- und Polymerbeton
Ultrahochfeste Betone (UHPC)
Feuerfestmassen und trockene Mischgüter.
Ein Vorteil ist die Fähigkeit, Klein- und Kleinstmengen bis unter 10 % der Nennfüllmenge homogen zu mischen. Die sehr schnelle Restlosentleerung ermöglicht kurze Produktwechsel. Der reduzierte Verschleiß senkt Betriebs- und Wartungskosten, und die Antriebskonfiguration kann optimal an die jeweilige Mischaufgabe angepasst werden.
„Der Mischer ist das Herzstück unseres industriellen Prozesses. Die Qualität des Betons entscheidet über die Qualität des gesamten Fertigteils“, betont Valki Capron. In der zugehörigen Versuchsstation von Teka können Betonproduzenten zudem eigene Mischversuche mit ihren Materialien durchführen – ein zusätzlicher Vorteil, der zur Qualitätssicherung beiträgt.
Warum Sotubema erneut auf Teka setzt
Für Valki Capron stand außer Frage, dass die Wahl erneut auf Teka fällt. Die bisherigen Mischer hätten sich als robust und zuverlässig erwiesen – entscheidende Kriterien für eine Investition mit jahrzehntelanger Laufzeit.
Ein weiterer Faktor ist der Service vor Ort: „Dank unserer Teka-Niederlassung in Frankreich können wir einen sehr schnellen Service bieten. Unsere Monteure sind sofort vor Ort, wenn sie gebraucht werden – ein zentraler Faktor für die lange Partnerschaft und für zufriedene Kunden“, erklärt Stéphane Sciquot, Niederlassungsleiter Teka Frankreich.
Ausblick: Kapazitäten für die Zukunft
Die neue Mischanlage läuft derzeit noch nicht unter Volllast, da ihre Kapazität über dem aktuellen Bedarf liegt. Sie wurde bewusst auf zukünftiges Wachstum ausgelegt. Nächster Schritt ist die Optimierung der Betonrezepturen, um Mischzeiten und CO₂-Fußabdruck weiter zu reduzieren. Mit der Modernisierung hat Sotubema die Grundlage geschaffen, sein Produktportfolio zu erweitern und die Produktion anspruchsvoller Fertigteile langfristig zu sichern.
CONTACT
Sotubema
Site de Coubert
Sente de la Forgette
77170 Coubert/France
+33 01 64 42 73 20
Teka Maschinenbau GmbH
In den Seewiesen
67480 Edenkoben/Germany
+49 6323 809-0
