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Trend zur durchgängigen BIM-Planung setzt sich fort

Building Information Modeling (BIM) bekommt in der Tragwerksplanung eine immer größer werdende Bedeutung, insbesondere für international agierende Unternehmen oder Büros. Der Trend von einer 2D-CAD-Planung hin zur 3D-Projektbearbeitung ist in der Tragwerkplanung aus verschiedenen Gründen bereits deutlich spürbar. Größere Unternehmen wollen ihre Projekte nicht länger in den unterschiedlichen Fachabteilungen getrennt voneinander planen. Stattdessen wird mit Hilfe der BIM-Arbeitsmethode eine enge fachübergreifende Planung mit einem Austausch von 3D-Modellen angestrebt. Dabei arbeiten aber nicht etwa verschiedene Fachrichtungen an einem gemeinsamen CAD/BIM-Modell. Vielmehr werden bei der kooperativen BIM-Planung so genannte Fachmodelle abgeglichen, die jeweils Informationen einer bestimmten Fachdisziplin wie Architektur, Haustechnik oder Tragwerksplanung enthalten. Gerade bei Änderungen kann diese Arbeitsmethode sehr effizient sein, Zeit sparen und Fehler minimieren.

Ein weiterer Grund für den Wandel von der 2D- zur 3D-Planung sind gestiegene Ansprüche: Die Projektpräsentation beim Bauherren oder in Baubesprechungen, die Projektkalkulation und -abrechnung, die Errichtung, Bewirtschaftung und der Rückbau von Bauwerken – all dies setzt 3D-Modelle mit detaillierten Objekteigenschaften und -merkmalen voraus. Das können Basisdaten sein, die aus der 3D-Geometrie automatisch ermittelt werden, wie Volumina, Material, Gewicht, Bewehrungsgehalt oder Herstellerinformationen, aber auch Kostendaten sowie relevante Informationen für Produktion, Montage und Errichtung. Selbst die Statik oder spätere Nutzung betreffende Daten können in den Bauwerksobjekten enthalten sein und anderes mehr.

Verstärkter Trend zur ­3D-Planung aus Kunden­befragung

Wie häufig wird BIM in der Schal- und Bewehrungsplanung heute nun tatsächlich genutzt? Eine aktuelle Umfrage unter den Kunden der Dicad Systeme GmbH, die Strakon einsetzen, ergab folgendes Bild: 73 % der Tragwerksplaner aus dem Ingenieur- und Fertigteilbau wollen zukünftig ihre Projekte in 3D planen. Ende 2013 sagten nur 36 % der Büros und Fertigteilwerke, dass sie dreidimensional planen. Dies bedeutet für die Praxis, dass gegenwärtig Schal- und Bewehrungspläne überwiegend in 2D erstellt werden, obwohl der Anteil der 3D-Planer mit einem Drittel schon recht beachtlich ist. Zukünftig wird die 3D-Planung noch weiter an Bedeutung gewinnen, von der aus der Weg zu einer durchgängigen BIM-Planung nicht mehr weit ist. Es dürfte deshalb nur eine Frage der Zeit sein, wann BIM tatsächlich zum Standard in der Schal- und Bewehrungsplanung wird.

Text: Mike Richter

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