Hochfeste Bewehrung

Neue Möglichkeiten einer effizienten Bewehrung in Stützen

Höher, schlanker, sicherer – diese Devisen gelten nicht erst seit der Eröffnung des Burj Khalifa in Dubai, das mit einer Höhe von 828 m höchsten Gebäudes der Welt. Dem Anspruch größtmöglicher Höhe und anspruchsvoller
Architektur soll auch die Konstruktion hinsichtlich der
Kosten bei nahezu uneingeschränkter Dauerhaftigkeit folgen. Die Betontechnologen haben bereits hoch- und ultrahochfesten Beton [1] entwickelt. Nun ist die Stahlindustrie dabei nachzuziehen. Seit mehr als 10 Jahren wird der von Annahütte entwickelte hochfeste Bewehrungsstahl SAS 670/800 bereits erfolgreich in der Geotechnik als Anker, Nagel oder Pfahl eingesetzt [2]. Dieser Stahl wird nunmehr auch als Bewehrungsstahl Verwendung finden.

Normenregelungen und Abweichungen davon

Die aktuelle Normenlage beschränkt die Fließgrenze
von Bewehrung auf fy = 500 N/mm² (DIN 1045-1) bzw. fy ≤ 600 N/mm² (EN 1992-1-1). Der Bewehrungsgrad ist mit
r ≤ 9 % (DIN 1045-1) bzw. r ≤ 8 % (EN 1992-1-1) begrenzt. Weitere Regelungen gibt es für den Maximaldurchmesser der Längsbewehrung sowie den Mindestdurchmesser und Maximalabstand der Bügelbewehrung.

Bei der Bemessung von hochfesten Druckstützen (HPCM – Stützen mit hochfester Bewehrung, vorwiegend auf Druck beansprucht) werden all diese Regeln erweitert:

» Fließgrenze fy = 670 N/mm²

» Bewehrungsgrad r ≤...

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