Goldbeck, Holcim und Paebbl realisieren ersten CO₂-speichernden Industrieboden

Figure: Deliberate PR

Figure: Deliberate PR
Goldbeck, ein führendes Generalunternehmen, Holcim, ein führender Partner für nachhaltiges Bauen, und Paebbl, der Hersteller, der abgeschiedenes CO₂ in dauerhaft CO₂-speichernde Baustoffe umwandelt, haben die erste Industriebodenplatte in Deutschland fertiggestellt, bei der CO₂-speichernder Transportbeton im gewerblichen Maßstab zum Einsatz kam.

Der 420 m² große Boden in einer E-Commerce-Logistikhalle in Süddeutschland für einen multinationalen Technologiekonzern ersetzte 15 % des herkömmlichen Zements durch Paebbl Rebond, wodurch der CO₂-Fußabdruck des Betons im Vergleich zum Referenzbeton CEM II/B-M um 13 % gesenkt wurde. Mit 200 kg CO₂e pro Kubikmeter schneidet die endgültige Mischung deutlich besser ab als der Referenzwert von 228 kg CO₂e und erfüllt gleichzeitig die vollständige Festigkeitsspezifikation C30/37, ohne dass sich der Bauzeitplan oder die Standardverarbeitungsmethoden ändern.

Das Projekt zeigt, dass CO₂-speichernder Beton nicht mehr auf Pilotchargen oder Labortests beschränkt ist. Durch die Zusammenarbeit eines Generalunternehmers, eines Anbieters von Baustoffen und Lösungen sowie eines Materialinnovators haben die drei Unternehmen bewiesen, dass dekarbonisierter Beton die gesamte industrielle Wertschöpfungskette durchlaufen kann – von der Mischanlage bis zur Baustelle –, ohne dass Änderungen an den aktuellen Arbeitsabläufen erforderlich sind.

Eine Wertschöpfungskette für die Dekarbonisierung

Die Zusammenarbeit vereinte drei unterschiedliche Kompetenzen. Das Holcim-Werk in Offenburg produzierte den Transportbeton und integrierte Paebbl Rebond als teilweisen Zementersatz in eine Standard-CEM-II/B-M-Mischungsformel. Goldbeck leitete den Bau und den Einbau, verarbeitete den Beton mit herkömmlichen Methoden und bestätigte, dass die Eigenschaften des Frischbetons, einschließlich Verarbeitbarkeit, Abbindezeit und Verarbeitungsverhalten, denen der Referenzmischung entsprachen. Paebbl lieferte das kohlenstoffspeichernde zementäre Zusatzmaterial (SCM), das in seinem Werk in Rotterdam durch einen Prozess hergestellt wurde, der die natürliche Mineralisierung beschleunigt und so gebundenes CO₂ in eine stabile mineralische Form umwandelt.

Der gesamte industrielle Prozess vom ersten Konzept bis zum fertigen Betoniervorgang dauerte weniger als sechs Monate.

Ana Luisa Vaz, VP Products, Paebbl: „Nachhaltiges Bauen kann nicht von einem einzelnen Unternehmen allein getragen werden. Dieses Projekt zeigt, was möglich wird, wenn ein Materialinnovator, ein Anbieter von Baustoffen und Lösungen sowie ein Generalunternehmer sich auf ein gemeinsames Ziel ausrichten. Das Ergebnis ist ein Betonboden mit dauerhaft gebundenem Kohlenstoff, und wir glauben, dass dieses Modell die gesamte Branche inspirieren kann. Ohne Kompromisse bei der Leistungsfähigkeit einzugehen, können wir mit einer abgestimmten Wertschöpfungskette schnell dekarbonisieren.“

Bengt Steinbrecher, Leiter von Holcim Maqer Ventures: „Bei Holcim bekennen wir uns zu unserer branchenprägenden Dekarbonisierungs-Roadmap, die die Zukunft des nachhaltigen Bauens vorantreibt. Diese Zusammenarbeit mit Paebbl und Goldbeck beweist, dass kohlenstoffspeichernde Materialien nahtlos in unsere Gebäudelösungen integriert werden können, ohne dass dabei Abstriche bei der von unseren Kunden geforderten Leistungsfähigkeit gemacht werden müssen.“

Dr. Pamela Zuschlag, Entwicklungsingenieurin bei Goldbeck: „Als Generalunternehmer ist es unsere Priorität, sicherzustellen, dass neue Materialien die Anforderungen an Leistung, Gewährleistung und Zeitplan unserer Projekte erfüllen. Der CO₂-speichernde Beton hat genau so funktioniert, wie es erforderlich war: gleiche Verarbeitbarkeit, gleiche Festigkeitsklasse, gleicher Bauzeitplan. Das gibt uns das Vertrauen, ihn in größerem Maßstab einzusetzen.“

CONTACT

www.paebbl.com

www.goldbeck.de

www.holcim.de

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 07/2024 AHE

C-ton Quadro Betonstein von AHE speichert aktiv CO₂

Innovation im Einklang mit der Natur war schon immer der Leitfaden der AHE- Unternehmensgruppe. Jetzt bringt der Betonwarenhersteller aus Rinteln an der Weser einen völlig neuartigen Betonstein auf...

mehr