Versa Line UN.O. – neue Produktionslösung für Augustinus
Mit der Installation der neuen Versa Line CC UN.O. hat Augustinus Prefab Wapeningsstaal einen wichtigen Schritt in Richtung größerer Produktionsunabhängigkeit gemacht und sich dabei für Schnell als technologischen Partner entschieden. Ziel der Investition war unter anderem eine Erhöhung der Produktionskapazität.
Mit der Installation der neuen Versa Line CC UN.O. hat Augustinus Prefab Wapeningsstaal einen wichtigen Schritt in Richtung größerer Produktionsunabhängigkeit gemacht und sich dabei für Schnell als technologischen Partner entschieden. Schnell ist spezialisiert auf die Entwicklung flexibler Anlagen zur Herstellung geschweißter Bewehrungsmatten sowie auf Softwarelösungen für das integrierte Produktionsmanagement.
Ziel der Investition war nicht allein eine Erhöhung der Produktionskapazität. Im Mittelpunkt standen vielmehr eine stärkere Kontrolle über die Lieferkette, die Reduzierung der Abhängigkeit von externen Lieferanten, sowie der Aufbau einer Produktionslösung, die sich flexibel und schnell an Marktanforderungen anpassen kann. Damit stärkt Augustinus seine führende Position auf dem niederländischen Markt für Bewehrungsstahl weiter.
Vom Bauunternehmen zum Logistik-Hub
für Bewehrungsstahl
Augustinus Prefab Wapeningsstaal wurde 1994 von Teo Augustinus als Betonbauunternehmen gegründet, mit klarem Fokus auf den Wohn- und Gewerbebau in den Niederlanden. Im Jahr 1998 leitete der Eintritt von Niek Augustinus eine Phase der Expansion und Konsolidierung ein. Die ersten Projekte umfassten komplette Betonbauprojekte wie Wohnanlagen, Industriegebäude, Keller und Bodenplatten, vor allem in der zentralen Region des Landes.
Die direkte Erfahrung auf Baustellen machte jedoch schnell einen strukturellen Bedarf deutlich: eine zuverlässige Versorgung mit Bewehrungsstahl sicherzustellen. Was zunächst als interne Beschaffungslösung entstand, entwickelte sich nach und nach zu einer eigenständigen Geschäftseinheit. Nach der Finanzkrise 2008, die den Bausektor stark traf und zahlreiche Marktteilnehmer zum Rückzug zwang, erkannte das Unternehmen neue Chancen als flexibler, projektorientierter Lieferant.
Die Strategie basierte auf gezielten Investitionen in Maschinen, die kleine und kundenspezifische Aufträge effizient verarbeiten können. Heute liefert Augustinus jährlich rund 165.000 t Bewehrungsstahl und erreicht damit einen Marktanteil von etwa 28–29 % in den Niederlanden. Täglich werden bis zu 100 Aufträge bearbeitet und dank der eigenen Transportflotte an ebenso viele Lieferadressen ausgeliefert.
Das Geschäftsmodell basiert auf einem kontinuierlichen Auftragseingang kleiner, wiederkehrender Aufträge mit geringem durchschnittlichem Auftragsvolumen. Gerade diese Kontinuität sorgt für Stabilität im Unternehmen.
Jan Keuken, Operations Manager bei Augustinus, erklärt: „Unser Geschäftsmodell basiert auf vielen wiederkehrenden Aufträgen. Genau dadurch schaffen wir Stabilität.“ Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und ein integriertes Managementsystem machen das Unternehmen heute zu einem echten Logistik-Hub für Bewehrungsstahl. Rohmaterial wird angeliefert, intern verarbeitet und innerhalb von zwei bis drei Arbeitstagen als komplettes Paket ausgeliefert.
Der Bedarf nach einem technologischen
Entwicklungsschritt
Die Entscheidung, in eine neue Anlage zur Produktion von geschweißten Bewehrungsmatten zu investieren, wurde durch konkrete strategische Anforderungen bestimmt. Die steigende Nachfrage nach Bewehrungsmatten bis zu 12 m Länge, sowie nach Zwischen-Durchmessern wie 7 und 9 mm, kombiniert mit ausgelasteten internen Produktionskapazitäten und schwankenden Lieferzeiten sowie Preisen externer Lieferanten, machte eine strukturelle Investition notwendig.
Die Ziele waren klar definiert: die Abhängigkeit von externen Lieferanten bei größeren Serien spezieller Bewehrungsmatten reduzieren, die Instabilität bei Lieferzeiten und Preisen überwinden, interne Produktionskapazitäten entlasten, die wachsende Nachfrage nach längeren Bewehrungsmatten bedienen und gleichzeitig die notwendige Flexibilität für kleinere Serien erhalten. Dabei spielte jedoch nicht allein die Produktionsgeschwindigkeit eine Rolle.
„Wir waren nicht auf der Suche nach der schnellsten Maschine auf dem Markt“, erklärt Keuken. „Wir suchten eine Lösung, die sich flexibel an unsere Aufträge anpassen lässt, mit kurzen Umrüstzeiten und hoher Prozesskontinuität. Es musste eine Anlage sein, die mit uns arbeitet und uns nicht durch starre Strukturen einschränkt.“
Die strategische Entscheidung für Schnell
Nach der Bewertung von drei Anbietern entschied sich Augustinus für Schnell – aufgrund einer Kombination aus technischen und strategischen Faktoren. „Der entscheidende Unterschied lag im Gesamtsystem“, sagt Keuken. „Es geht nicht nur um das Schweißen. Es geht viel mehr um das Management der Mattenpakete, die Integration in unsere Software, die Rückverfolgbarkeit sowie um Bündelung und Etikettierung. Es ist ein vollständig integriertes System.“
Auch das Verhältnis zwischen Anlagenleistung und den Anforderungen an den Stromanschluss spielte eine wichtige Rolle, insbesondere aufgrund der hohen Leistungsspitzen während des Schweißprozesses.
Die integrierten Funktionen für Bündelung und Etikettierung sowie die Möglichkeit, das System direkt mit der Unternehmenssoftware zu verbinden, stärkten die Entscheidung zusätzlich. Ziel war nicht einfach der Kauf einer Maschine, sondern die Integration einer Produktionsanlage, die gemeinsam mit dem Unternehmen wachsen kann.
Versa Line: Weiterentwicklung der Bewehrungsmatten-Produktion
Bei der in Betrieb genommenen Anlage handelt es sich um eine Versa Line CC UN.O., eine technologische Weiterentwicklung in der Produktion von geschweißten Bewehrungsmatten, die auf Vielseitigkeit, Produktivität und konstante Qualität ausgelegt ist.
Die Anlage wurde für maximale Flexibilität entwickelt und kombiniert moderne Richt-Technologien, flexible Teilungskonfigurationen sowie Automatisierungslösungen, die einen schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Typen von Bewehrungsmatten ohne lange Umrüstzeiten ermöglichen. Gerade in einer Produktionsumgebung mit vielen kleineren und mittleren Aufträgen stellt diese Flexibilität einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar.
Das Management der Mattenpakete ist direkt mit dem technischen Büro verknüpft und gewährleistet eine durchgängige Verbindung zwischen Planung und Produktion. Die Top- und Bottom-Schweißtechnologie erhöht die konstruktive Freiheit und trägt gleichzeitig zu einer konstant hohen Produktqualität bei.
Auch bei Energieverbrauch, Materialfluss und Layout wurde jedes Detail der Anlage optimiert. Die kompakte Bauweise ermöglicht eine maximale Nutzung der vorhandenen Fläche und erlaubt die Integration der Anlage in die bestehende Produktionshalle ohne Einbußen bei der betrieblichen Effizienz.
Energieintegration und Layoutoptimierung
Die Einführung der Versa Line CC UN.O. erforderte auch eine Anpassung der Energieinfrastruktur. Beim Schweißen entstehen erhebliche Leistungsspitzen. Um diese auszugleichen, installierte Augustinus Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von etwa 6 MW, davon 2,5 MW speziell für die neue Produktionslinie. Die Batterien, die ebenfalls mit Solarenergie geladen werden, nehmen Lastspitzen auf und gewährleisten einen stabilen Betrieb.
Aus logistischer Sicht wurde die Anlage äußerst kompakt ausgelegt. Die Maschine, die in linearer Konfiguration mehrere Dutzend Meter lang sein kann, wurde auf jedem verfügbaren Quadratmeter integriert. Transformatoren, Druckluftbehälter und Kühlsysteme wurden in erhöhten Bereichen installiert, um Bodenfläche freizuhalten. Auslauf-, Bündel- und Etikettierstationen befinden sich teilweise in einem separaten Außenbereich.
Die praktische Erfahrung zeigte zudem einen wichtigen Punkt für zukünftige Projekte: Lüftungs- und Staubabsaugsysteme sollten von Anfang an eingeplant werden, da Hochgeschwindigkeits-Richtprozesse und Drahtbearbeitung mehr Staub erzeugen als zunächst erwartet.
Ergebnisse: mehr Autonomie, Kapazität und Kontrolle
Die Investition brachte sowohl aus produktionstechnischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht klare Vorteile. Mit der Einführung der Versa Line CC UN.O. hat Augustinus die Produktion größerer Serien von Bewehrungsmatten bis zu 12 m Länge vollständig ins eigene Haus geholt.
Das Unternehmen verfügt nun über deutlich mehr Kontrolle bei Lieferzeiten, Preisgestaltung und Produktionsplanung. Gleichzeitig wird die Abhängigkeit von externen Lieferanten reduziert und auf bestehenden Produktionslinien zusätzliche Kapazität geschaffen.
„Der eigentliche Unterschied ist die Kontrolle“, betont Keuken. „Wir können präziser planen und schneller reagieren. Das stärkt unsere Position im Markt.“ Dank der hohen Flexibilität der Versa Line CC UN.O. kann das Unternehmen auch bei stark schwankenden Auftragseingängen schnell reagieren
Eine gemeinsame langfristige Vision
Die Investition in die Versa Line ist Teil einer umfassenderen Strategie, die auf Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Schnell fügt sich mit seiner Erfahrung sowohl im Anlagenbau als auch in der Entwicklung von Produktionsmanagement-Software als technologischer Partner nahtlos in diese Vision ein.
Mit der Einführung der Versa Line hat Augustinus Prefab Wapeningsstaal einen konkreten Produktionsbedarf in einen strategischen Wettbewerbsvorteil verwandelt und seine führende Rolle auf dem niederländischen Markt für Bewehrungsstahl weiter ausgebaut.
Auf die Frage, ob er Schnell weiterempfehlen würde, antwortet Jan Keuken mit einem breiten Lächeln: „Ja klar, jedem. Außer unseren niederländischen Wettbewerbern.“
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