Technologie und Nutzung

Sie kennen das: Das Unternehmen hat ein neues Produkt entwickelt. Die Mitarbeiter steckten viel Hirnschmalz, Schweiß und so manche Abendstunde in Werkstatt und Büro in die Entwicklung. Mit Stolz loben sie die vorteilhaften technischen Eigenschaften und schwärmen vom gelungenen Design. Der potenzielle Käufer hört zu und nickt mit dem Kopf. Doch so wirklich interessiert ihn nur die eine Produkteigenschaft: „Und wie groß ist der Kostenvorteil für mich, wenn ich das neue Produkt kaufe und verbaue?“

Etwas Ähnliches konnte man auf den diesjährigen Carbon- und Textilbetontagen in Dresden beobachten (den ausführlichen Bericht lesen Sie in BFT International 12/2018): In den Vorträgen ging es um die neuesten Forschungsergebnisse zur Carbon- und Textilbetonbewehrung – bauphysikalische, konstruktive und statische Vorteile standen oft im Mittelpunkt. Das Publikum im Saal hörte zu und stellte kaum Fragen. In den Kaffeepausen erfuhr man von manchem Praktiker mehr: „Korrosionsfreiheit, Wärmedämmung, höhere Belastbarkeit – all das ist für mich zweitrangig. In unseren Produkten ersetzen wir Teile der Stahlbewehrung durch textile Bewehrung dort, wo das statisch keinen Unterschied macht. Wir machen das einfach deshalb, um Gewicht zu sparen. Von den leichteren Bauteilen können wir mehr mit einem Lkw transportieren und sparen deutlich an Kosten.“

Natürlich hinkt der Vergleich – anders als in der eingangs geschilderten Szene ist die Forschungsarbeit im Bereich Carbon- und Textilbeton nicht abgeschlossen und es gibt noch wenige bis zur Marktreife entwickelte Produkte. Dennoch hilft der Vergleich zu begreifen, wie unterschiedlich die Erwartungen an eine neue Technologie sein können, in ihrer Entwicklungsphase. Diese Unterschiede werden schnell verschwinden, wenn bald mehr und mehr fertige Anwendungen und Produkte auf den Markt kommen.

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