LIAPOR

Blähton-Mauerwerk für Sport und Kultur

Seit Kurzem steht in Frýdek-Místek, einer Kleinstadt im äußersten Osten Tschechiens rund 150 km nordöstlich von Brünn, eine moderne Mehrzweckhalle. Das Objekt präsentiert sich als kraftvolles Oval mit senkrecht segmentierter, anthrazitfarbener Lochplatten-Fassade. Gleichermaßen dynamisch ist auch der Eingangsbereich gestaltet, der als schräg unterschnittene, glasverkleidete Öffnung den Zugang in die Halle gewährt. Von dort gelangt man über den Kassen- und Eingangsbereich zur großen Osttribüne mit 1.446 Plätzen und der Westtribüne mit 593 Sitzen.

Die zentrale Fläche dazwischen ist im Regelbetrieb eine Eissportfläche, lässt sich aber auch für Ballspiele, Konzerte und sonstige kulturelle Veranstaltungen nutzen. Neben und unter den Tribünen finden sich außer den Technikräumen noch weitere Sporteinheiten wie ein Badmintonplatz und ein Schießstand. Die „Hala Polárka“, die vom Investor Sportplex Frýdek-Místek s.r.o. errichtet wurde, entstand unter der Projektleitung durch die OSA projekt s.r.o. in Ostrava, als Generalunternehmer fungierte die GEMO a.s. in Olomuc.

 

Steine aus dem tschechischen Liapor-Werk

Alle Außen- und Innenwände der in Stahlskelettbauweise erstellten Halle wurden mit Liapor-Mauersteinen aus dem tschechischen Liapor-Werk in Vintírov errichtet. So finden sich im westlichen Hallenbereich die Liapor-Leichtbetonblöcke Liatherm 365 P4 und Liapor M 240 P12. Sie bilden – zusammen mit einem dünnen Mörtelbett vorzugsweise aus Thermovit-Wärmedämmmörtel – die Basis für die Wärmedämmung der Halle, die durch ein zusätzliches Wärmedämmverbundsystem in 100 bis 120 mm Stärke komplettiert wird.

In ähnlicher Weise wurde auch das Mauerwerk im östlichen Teil der Tribüne in einer Dicke von 365 und 240 mm realisiert. Daneben kamen auch die Liapor-Mauersteine Liapor R 195, R 100 und M 115 P4 zum Einsatz, und zwar im Eingangsbereich, in den Ruhe- und Pausenbereichen oben hinter den Tribünen, bei den Umkleiden, den Sanitärbereichen sowie bei den Technikräumen. Insgesamt beträgt die mit Liapor-Mauersteinen errichtete Fläche bei der Polárka-Halle rund 2.460 m2.

 

Perfekt für Sporthallen

Die dort verbauten Plansteine aus haufwerksporigem Leichtbeton mit integrierten Luftschlitzen sind vergleichbar mit dem Liapor Super-K oder Compact und eignen sich gerade für den Bau von Hallen, Stadien und sonstigen Funktionsbauten perfekt. Denn sie weisen dank der enthaltenen Blähtonkugeln eine große Bandbreite an Steinrohdichten zwischen 450 und 2.000 kg/m³ auf, bieten dabei aber hohe Festigkeiten von bis zu 80 MPa. Dazu kommen sehr gute Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten, eine hohe Feuerbeständigkeit und ein ausgezeichneter Schallschutz.

Daneben überzeugt das Bauen mit Liapor-Mauersteinen auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, denn das Aufmauern mit den großformatigen Steinen geht schnell voran und die Oberflächen müssen nicht verputzt werden. Darüber hinaus sind die Liapor-Blöcke relativ widerstandsfähig gegen mechanische Beschädigungen. „Dies ist einer der Gründe, warum sie in Sporthallen wie der ‚Hala Polárka‘ zum Einsatz kommen, wo das wartungsfreie System eine wichtige Rolle spielt“, erklärt Tomáš Lehnert, der Koautor des Polárka-Projekts.

 

Stimmiges Wandbild

Um eine einheitliche Optik insbesondere im Bereich der Türen zu gewährleisten, wurden sämtliche Durchgangsöffnungen mit Hohltürstürzen ausgeführt. Alle Oberflächen wurden außerdem mit einer dünnen, vereinheitlichenden Deckschicht versehen, die das Mauerwerk schützt und auch Staubablagerungen verhindert. In der Summe bilden die perfekt ausgeführten Liapor-Wände mit dem Kontrast aus dunklem Stein und heller Stoß- und Lagerfuge ein stimmiges, ornamentartiges Wandbild, das mit seiner reinen, rauen Oberflächen-Ästhetik ausgezeichnet zum Charakter des übrigen Bauwerks passt.

Die Mehrzweckhalle zeigt, wie sich mit Liapor-Mauersteinen die hohen Standards aus dem Wohnungs- und Hausbau auch ganz einfach bei Bauten für Sport und Kultur umsetzen lassen – und eine individuelle, ansprechende Architektur mit einem Höchstmaß an Raum- und Nutzungskomfort ermöglichen.

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