DYCKERHOFF

Betonwerkstein und Betonböden für Deutsche Botschaft

Die Kanzlei der Deutschen Botschaft in Paris liegt im 8. Arrondissement ziemlich zentral auf der Rückseite des Grand Palais und nur wenige Schritte vom Champs-Élysées entfernt. Das in Stahlbetonskelettbauweise errichtete Gebäude stammt aus den 1960er Jahren und wurde unter der Leitung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) zwischen 2015 und 2019 generalsaniert. Dabei lag, so das BBR, „der Schwerpunkt auf der Sanierung der oberirdischen Geschosse sowie der Erneuerung der Fassade“.

Mit der hierfür notwendigen Planung wurde das Architekturbüro Baumewerd aus Münster beauftragt. Der im Dezember 2015 verstorbene Gründer des Büros, Prof. Dieter Georg Baumewerd, zählt zu den bedeutenden Vertretern der deutschen und internationalen Nachkriegsarchitektur.

Brillant veredelter Boden

Im Zuge der Generalsanierung der deutschen Botschaft wurde unter anderem das alte Treppenhaus komplett entfernt. Für das neu gestaltete, achtstöckige Treppenhaus musste ein Deckendurchbruch mit neuer Einhausung geschaffen werden und es kamen elegante, weiße Fertigteiltreppen aus geschliffenen Betonfertigteilen zum Einsatz. Gefertigt wurden sie im Zwickauer Werk der R. Bayer Beton- und Terrazzogruppe aus Blaubeuren. Dies gilt auch für die runden Podeste, die an die Treppen angebaut wurden. Sie wurden ebenfalls im Fertigteilwerk gefertigt und geschliffen, wobei die Rundungen von Hand nachgearbeitet werden mussten. Ein örtlicher französischer Bauunternehmer hat die Treppen und Podeste, die zum Schutz bereits im Werk sorgfältig verpackt wurden, dann in Zwickau abgeholt, nach Paris transportiert und dort eingebaut. Produziert wurden sowohl die Fertigteiltreppen als auch die Podeste auf Basis von Dyckerhoff Weiss.

Im Erdgeschoss wurde das Fußbodensystem Dyckerhoff Terraplan eingebaut. Im Fahrmischer eines örtlichen TB-Herstellers angeliefert und auf die Baustelle transportiert, „floss“ der Spezialbeton zunächst geschmeidig in die dafür vorgesehenen Räume im Erdgeschoss sowie in die Verkehrszonen vor den Aufzügen, ehe er nach dem Erhärten vor Ort mehrmals geschliffen und poliert wurde. Der so brillant veredelte Boden bildet daher künftig ebenso einen zentralen Eyecatcher im Eingangsbereich des Kanzleigebäudes. Mit seiner an die Betonfertigteile angepassten Rezeptur bringt er sowohl Materialität, als auch Farbe und vor allem Helligkeit ins Innere des Botschaftsgebäudes. Der Einbau des Terraplan-Bodens wurde ebenfalls von der Firma R. Bayer Betonsteinwerk aus Blaubeuren ausgeführt.

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