Steinveredelung kompakt

Frima entwickelt neue Stock- und Bossieranlage

Die Frima GmbH bietet jetzt eine kostengünstige Lösung zur künstlichen Alterung von Betonsteinen. Das Unternehmen aus Emden hat zwei neue Verfahren entwickelt, bei denen kein Strang zu bilden ist und somit unkomplizierter als mit herkömmlichen Methoden gearbeitet werden kann.


Mit der Frima-Anlage lassen sich sowohl grobkörnige (einschichtige), rustikale als auch feinkörnige Oberflächen von Pflaster, Platten, Palisaden, Bordsteinen und Mauersteinen bearbeiten. Das Wirkprinzip der Anlage besteht darin, dass zwei gegenläufige Wellen, die mit Spezialwerkzeugen bestückt sind (ähnlich einer Fräsmaschine), die Steinoberfläche bearbeiten. Die Intensität kann mittels verschiedenster Parameter verändert werden. Dieses einzigartige Verfahren ist durch ein Europäisches Patent geschützt.

Bislang war das Verfahren nur für den Offline-Betrieb vorgesehen. Aufgrund der Tatsache, dass bei dieser Methode ein Strang zu bilden ist, zieht sie jedoch insgesamt eine hohe Investition nach sich. Um die Anlage zu passieren (Abb. 1), muss vor dem Bossieren zunächst ein Strang gebildet werden, der anschließend wieder getrennt werden muss. Eigens hierzu sind spezielle Handlingsysteme und damit verbundene Arbeitsschritte erforderlich. Der Endlosstrang dient dazu, die Kanten der Vor- und Rückseite im Bearbeitungsprozess zu schützen und somit ein gleiches Aussehen der Produkte zu gewährleisten.

Hier setzt die Frima-Entwicklung an. Mit der Technologie zweier neuer Verfahren ist das Bossieren wesentlich kostengünstiger zu realisieren. Ohne am eigentlichen Verfahren Änderungen vorzunehmen, muss dabei kein Strang gebildet werden. Das macht die Anlage kompakt, unkompliziert und kostengünstig.

Um den individuellen Wünschen der Kunden entsprechen zu können, arbeitet eines der beiden neuen Verfahren nach wie vor Offline (Abb. 2). Es besteht aus der Bossieranlage und einer Paketierung, die sowohl die Zuführung als auch die Abführung übernimmt.

Ein weiteres Verfahren arbeitet Online (Abb. 3), ähnlich dem Prinzip einer Waschanlage – allerdings nicht auf der Frischbetonseite, sondern auf der Trockenseite. Der Bossiervorgang ist direkt in die Produktionsstrecke eingebunden. Zusätzliche Geräte und Arbeitsschritte, etwa zur Bildung eines Strangs, entfallen. Aufgrund der Kompaktheit der Anlage ist nicht nur das herkömmliche Bossierverfahren möglich. Viele weitere Behandlungstechniken können hier sehr wirtschaftlich in einem Arbeitsgang umgesetzt werden.

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