Lanxess

Seit 90 Jahren über 13 Mio. t Farbpigmente aus Krefeld

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess stellt im weltweit größten Produktionswerk für anorganische Farbpigmente in Krefeld-Uerdingen Eisenoxid- und Chromoxidpigmente für viele Anwendungen her – und das seit nunmehr 90 Jahren. Ob im Anstrich des Pariser Eiffelturms, im roten Asphalt vor dem Londoner Buckingham Palast oder in zahlreichen Produkten des täglichen Lebens – rund um den Globus kommen die Pigmente von Lanxess zum Einsatz. Was vor 90 Jahren noch klein begann, ist zu einer wahren Erfolgsgeschichte geworden: Seit dem Start im Jahr 1926 haben mehr als 13 Mio. t Pigmente das Werk in Krefeld-Uerdingen verlassen.

Der Geschäftsbereich IPG gehört zum Lanxess Segment Performance Chemicals, das im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 2,1 Mrd. Euro erzielte. Weitere Standorte sind Porto Feliz (Brasilien), Starpointe Burgettstown (USA), Branston (Großbritannien), Vilassar de Mar (Spanien), Sydney (Australien) sowie Shanghai und Ningbo (beide China). IPG beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter, davon etwa 800 in Krefeld-Uerdingen.

Am 21. September gab Jörg Hellwig, Leiter des Lanxess-Geschäftsbereichs Inorganic Pigments, bei einer Feierstunde den Gästen einen Einblick in die bisherige Entwicklung und eine Vorschau auf die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens. Gemeinsam mit dem Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer und dem städtischen Beigeordneten Gregor Micus startete er per symbolischem Knopfdruck das Online-Bewerbungsportal für die neue Initiative „Besser Lernen“. Diese prämiert mit insgesamt 50.000 Euro Projekte von Krefelder Bildungs- und Jugendeinrichtungen.

Unmittelbar im Anschluss daran konnten sich die Teilnehmer bei der Besichtigung des Anwendungslabors Baustoffe sowie der Eisenoxidproduktion ein Bild machen von Herstellung und Einsatz der Pigmente.

Kundengerecht und wett­bewerbsfähig

IPG stellt für weltweit rund 5.000 Anwender Pigmente zur Einfärbung verschiedenster Produkte her. „Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Herstellung von Qualitätsprodukten, aber auch in der Prozessentwicklung und -optimierung heben wir uns auch aus der Sicht unserer Kunden von vielen Wettbewerbern ab“, sagte Hellwig. An seinem wichtigsten Standort in Krefeld-Uerdingen nutzt der Geschäftsbereich die komplette Wertschöpfungskette der Eisenoxidproduktion – von der Synthese bis zur Verpackung. „Ein ganz besonderer Vorteil des Standorts ist die starke Anlagenautomatisierung, die höchste Produktionsleistung und damit eine große Kosteneffizienz ermöglicht. Zudem haben wir hier in Krefeld sehr gut ausgebildete Mitarbeiter, hohe und nachhaltige Umwelt- sowie Produktionsstandards, die uns auch international einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, erklärte Hellwig. „Das Wichtigste ist aber, dass wir eine leistungsstarke, ideenreiche und hoch motivierte Mannschaft haben, ein eingespieltes Team, ohne das diese Erfolgsgeschichte, die wir weiter fortsetzen möchten, nicht möglich wäre.“

Allein am Standort Krefeld-Uerdingen stellt Lanxess jährlich mehr als 280.000 t Farbpigmente her, weltweit sind es sogar 375.000 t – Tendenz steigend. Lanxess bekennt sich zu seinem weltweit zweitgrößten Produktionsstandort. Hier hat der Spezialchemie-Konzern von 2005 bis 2015 rund 420 Mio. Euro investiert, rund 200 Mio. davon allein in die Pigmentproduktion. „Neben der Qualität und Leistungsfähigkeit unserer Produkte hat die Innovationskraft und Kreativität unserer Mitarbeiter besonders dazu beigetragen, dass sich unsere Pigmente unter der heute weltweit bekannten Marke Bayferrox in den vergangenen neun Jahrzehnten auf dem Markt einen führenden Platz erobert haben“, betonte Hellwig.

Bewegte Geschichte

1925 entdeckte Julius Laux, Leiter des Anilinbetriebs in Uerdingen, dass in Gegenwart von Salzlösungen Oxide mit höherer Farbstärke entstehen, die sich hervorragend als Pigmente eigneten.

Bereits kurze Zeit später hatten sich synthetische Eisenoxide einen festen Platz im Markt erobert und wurden vor allem zur Einfärbung von Linoleum, Lacken und Baustoffen eingesetzt. In den 1960er Jahren stieg die Jahresproduktion auf über 100.000 t an. Auch das Sortiment hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erweitert: Standen 1931 noch 25 Farbtöne zur Verfügung, so umfasst das aktuelle Sortiment mehr als 100.

1976 bekamen die Eisenoxide aus Uerdingen ihren eigenen Namen: Bayferrox ist seitdem die wichtigste weltweite Dachmarke für diese Pigmente.

Eine entscheidende Weiterentwicklung der Produkte war die Einführung der Mikrogranulate in den 1990er Jahren. Sie ermöglichen eine staubarme Handhabung und sind frei fließend zu dosieren. Jüngste, bahnbrechende Innovation ist die neue Anlage im chinesischen Ningbo, für die IPG eine komplett neue Technologie, den „Ningbo-Prozess“, entwickelte.

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