Nahverkehr neu gedacht – Die TSB-Magnetschwebebahn für den urbanen Raum

Nachhaltige Mobilität und Logistik gehören zu den wichtigsten künftigen Herausforderungen. Aktuell steht hier das Thema Elektromobilität besonders im Fokus mit vielen Innovationen im Fahrzeugbereich. Die Verkehrssysteme der Zukunft benötigen jedoch nicht nur nachhaltige Fahrzeuge, sondern auch die dazu passende moderne und nachhaltige Infrastruktur.

Während der Individualverkehr systembedingt einen hohen Flächen-
verbrauch pro transportiertem Fahrgast aufweist – unabhängig von Antriebsart oder autonomen Fähigkeiten –, sind spurgebundene Systeme
wesentlich flächensparender. Der Flächenbedarf lässt sich noch weiter reduzieren, indem man effizient eine Verlagerung in die Ebene +1 erreicht.

Zu diesem Zweck sollen die resultierenden Tragwerke so schlank wie möglich sein. Dies kann besonders gut realisiert werden, wenn eine gleichmäßige Lasteinleitung ohne Lastspitzen erreicht wird, wie dies mit der Magnetschwebetechnologie über die gesamte Fahrzeuglänge und somit über die gesamte Tragwerksstruktur möglich ist. Der bei Rad-Schiene-Systemen übliche Gleisrost und Schotterunterbau entfällt komplett, die Lasten werden unmittelbar in die Tragstruktur übertragen. So erhält man sehr schlanke Fahrwegträger mit 1,2 m Höhe und 36 m Spannweite.

Zur effizienten Errichtung der Infrastruktur empfiehlt sich die Realisierung als Betonfertigteil. Für Streckenlängen im Nahverkehrsbereich ist die Produktion in Zentralwerken sinnvoller als lokale Produktionseinrichtungen. Um den Transport zu optimieren, werden bis zu 12 m lange Einzelelemente gefertigt, die sich bequem, etwa in Standard-ISO-Containern, transportieren lassen. Vor Ort sind diese dann lediglich noch zu Trägern zu fügen und können direkt auf Stützen aufgesetzt werden.

Am Beispiel des Transport System Bögl (TSB) zeigt sich, wie bereits heute die Infrastruktur für die Verkehrssysteme von morgen ihren Beitrag zur Flächen- und Ressourcenschonung für kürzeste Reali-sierungszeiten leisten kann.