Eirich

Mischeraustausch in nur vier Tagen bei Jäger Betonwerk

Eirich-Mischer gelten als äußerst langlebig. Dies hat sich auch im Falle der Bernhard Jäger Betonwerk GmbH & Co. KG bestätigt. Nach mehr als 25 Betriebsjahren wurde nun ein Mischer durch einen neuen, leistungsfähigeren ersetzt. Für den Umbau in der Betriebsstätte in Mengen reichten vier Tage.

Das mittelständischen Familienunternehmen Bernhard Jäger Betonwerk blickt auf mehr als 100 Jahre Erfolgsgeschichte zurück. Bereits 1981 hat sich das Unternehmen, das Aufzugschächte, Schachtsysteme, Lichtschächte, Rinnensysteme, Kellerfenster und Systembauteile herstellt, für einen Eirich-Mischer entschieden, Baugröße DE22.Diese Mischer haben einen Mischstern und einen Wirbler. Sie stellen eine Weiterentwicklung des Ringtrog- und Planetenmischers dar. Durch einen drehenden Mischbehälter wird das Mischgut den Mischwerkzeugen zuführt. Innerhalb kurzer Zeit wird so der gesamte Mischerinhalt umgewälzt.

 

Weniger Reibung und Verschleiß

Bei der Markteinführung dieses Mischertyps gab es damals begeisterte Reaktionen der Kunden, die nun wiederholbar gleichmäßige Betongüten erreichten und den Zementanteil reduzieren konnten. Die gewünschte gleichmäßig hohe Betonqualität war auch für Bernhard Jäger Betonwerk der Grund, sich für die diese Mischtechnik zu entscheiden.

Während andere Mischsysteme eine Vielzahl von Werkzeugen brauchen, um das Aufgabegut zu transportieren und zu mischen, kommt der als „Eirich-Gegenstrom-Schnellmischer“ erfundene Mischer mit deutlich weniger Werkzeugen aus. Weniger wand- und bodennah laufende Werkzeuge bedeuten, dass weniger Mischgut eingeklemmt wird und deshalb weniger Reibung und Verschleiß entsteht. Deshalb mischt auch ein jahrzehntealter Eirich-Mischer in vielen Fällen immer noch besser als ein neuer Mischer mit einem anderen Mischsystem. So gelingt es Kunden immer wieder, mit Eirich-Mischern auch nach mehreren Jahrzehnten noch wirtschaftlich zu produzieren.

Der technische Fortschritt macht jedoch auch bei Mischern nicht Halt. 2016 hat Eirich einen Nachfolgetyp für den DE22 vorgestellt, den DE23, verfügbar in Baugrößen von 1500, 2250 und 3000 l. Wie bei den bisherigen Mischern der D-Serie arbeitet ein drehender Mischbehälter als Materialzubringer für die Mischwerkzeuge. Ein rotierender Mischstern und ein Hochleistungs-Sternwirbler stellen kurze Mischzeiten und hohe Homogenität der Mischungen sicher. Die eigentliche Mischaufgabe übernimmt dabei das Wirblerwerkzeug; dessen Geschwindigkeit kann der jeweiligen Aufgabenstellung angepasst werden. Die Geschwindigkeiten von Mischbehälter, Mischstern und Wirbler können bei Bedarf unabhängig voneinander geregelt werden. Optional werden viele Extras angeboten, wie eine Feuchtemesseinrichtung mit Bodensonde, eine automatische Reinigungseinrichtung (Hochdruckverdüsung, koppelbar mit der Wasserdosierung), eine automatische Zentralschmierung, Frequenzumrichter und eine Zustandsüberwachung für Antriebe und Lagerungen. Der Mischer stellt alle Parameter bereit, die übergeordnete Steuerungssysteme verarbeiten können.

Neues Team „Modernisierung Anlagenbau“

Da Eirich in letzter Zeit verstärkt Anfragen erhält, alte Anlagen zu modernisieren, wurde ein Team „Modernisierung Anlagenbau“ gebildet. Dieses kann sehr schnell auf Kundenanfragen reagieren. Mit einem Vor-Ort-Besuch werden alle Anforderungen erfasst. Es wird dann ein individuelles Modernisierungskonzept und Angebot ausgearbeitet, das alle notwendigen Leistungen und Arbeiten enthält. Dies beinhaltet auf Wunsch auch die Koordination von Unterlieferanten und Herstellern bestehender Anlagenteile, wie beispielsweise der Steuerung. Das „Eirich-Umbauteam“ kann damit Modernisierungs-, Umbau-oder Umrüstungsthemen schnell, umfassend und kompetent bearbeiten.

Der Umbau vom DE22 zum DE23 erfolgte beim Bernhard Jäger Betonwerk in einem vom Kunden für Wartungsarbeiten vorgegebenen Zeitfenster. Die Zielsetzung „Vier Tage für den mechanischen Umbau“ wurde eingehalten. Der Kunde konnte nach Anpassung der Anlagensteuerung acht Tage nach Umbaustart die Produktion aufnehmen. Die Mischzeit konnte nahezu halbiert werden. Ein weiterer Vorteil: Die Chargenmenge konnte von 1,0 m³ auf 1,4 m³ erhöht werden - bei fast unveränderten Rezepturen. Bei anderen Mischsystemen sind hier oft Korrekturen notwendig, weil „größerer Mischer“ dort meist auch „mehr Werkzeuge“ bedeutet, was den Leistungseintrag in die Mischung ändern kann.

Mit dem neuen Mischer können beliebige Betonarten und Konsistenzen mit und ohne Faserzusatz gefertigt werden. Dies trägt dazu bei, das Unternehmen Bernhard Jäger Betonwerk GmbH & Co. KG zukunftssicher zu machen.

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