“Impulse pro Kanal” – Update zum Zustand der Kanalisation in Deutschland

Hygiene, Grundwasserschutz und Überflutungsschutz sind die Grundlage unseres gesunden Lebens und unseres Wohlstandes. Nicht überall auf der Welt ist dies selbstverständlich. Da in Deutschland diese Dinge so gut funktionieren, sind Aufwand und Arbeit, um frisches und  sauberes Trinkwasser und damit verbunden auch die Entsorgung von Abwasser zu gewährleisten, häufig nicht präsent.

Rund 300.000 Menschen sind täglich in der Wasserwirtschaft mit  Fachwissen und Engagement gefragt, die so wertvolle Infrastruktur im wahrsten Sinne des Wortes ‚am Laufen zu halten‘.

Öffentliche Kanalnetze stellen mit einer Kanalnetzlänge von ca. 594.334 km meist die größten Anlagewerte von Städten und  Gemeinden dar. Der Wert der privaten Grundstückserschließungsanlagen dürfte in ähnlicher Höhe anzusetzen sein. Hierfür das nötige Bewusstsein zu schaffen, reicht weit über die kommunalpolitischen Entscheider hinaus; auch die Bürger müssen erfahren, wie groß der Wert „ihres“  Vermögens unter der Erde ist. Gleichzeitig muss dieses Vermögen – vergleichbar mit Immobilien – erhalten und technisch auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Die neuste DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation in Deutschland hat ergeben, dass trotz aller Bemühungen ein Fünftel aller öffentlichen Kanäle kurz- bis mittelfristig zu sanieren und 14,3 % noch gar nicht erfasst sind.

Es gibt noch immer viel zu tun. Die Aktionsgemeinschaft ‚Impulse pro  Kanal‘, mit 22 Verbänden und Organisationen, hat deshalb Forderungen zugunsten einer funktionsfähigen Wasser- und Abwasserinfrastruktur
aufgestellt, die gerade in Zeiten von knapper werdenden Kassen wichtiger
denn je sind:

Werterhalt und Erhalt der Funktionsfähigkeit

Betriebssicherheit durch Nachweise

Einbindung der Nachhaltigkeitsaspekte: Ökologie, Ökonomie,

Soziales

Sicherheit des Grundwassers

Generalentwässerungsplan

Bürgerinformation und -beratung

Erhöhung der Inspektionsraten

Individuelle Sanierungs- und

  Erneuerungskonzepte

Qualitätssicherungsmaßnahmen

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