Heul doch, WannaCry!

Knapp 100.500 US-Dollar (entspricht rund 89.500 Euro) – das ist die Summe, die Hacker mit dem WannaCry-Trojaner öffentlichen Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen abpressten. Stand 21. Mai 2017, 06.00 Uhr MEZ. Die Kriminellen hatten Mitte des Monats mit ihrem Trojaner weltweit Server und Netzwerke von Organisationen attackiert, den Zugriff auf Daten gesperrt und damit Produktionen und Prozesse lahmgelegt. Für die Entsperrung der Daten erpressten Sie von den betroffenen Unternehmen Geld. Betroffen war laut Spiegel Online unter anderem auch die Deutsche Bahn.

Das Thema IT-Sicherheit ist nicht neu. Schon seit Jahren weisen Experten auf ein Dilemma unserer Zeit hin: Auf der einen Seite macht die Digitalisierung Produktion und Prozesse von Unternehmen und Organisationen effizienter und transparenter. Das spart Kosten und erhöht den Gewinn. Auf der anderen Seite werden Produktion und Prozesse durch Sicherheitslücken verletzlich für Hacker-Angriffe, wie jetzt eben die WannaCry-Attacke. Das lässt dann die Kosten wieder augenblicklich in die Höhe schießen, flapsig gesagt.

Selbst wenn die weitgehend mittelgroßen Betriebe der Betonfertigteilindustrie möglicherweise in der Breite noch von derartigen Attacken verschont bleiben, auch in der Branche wächst offenbar das Bewusstsein dafür, dass die firmeneigenen Netzwerke und Server besser geschützt werden müssen (s. z.B. „Einstieg über den Betonfertigteil-Balkon“, S. 34). Der Artikel „Unternehmen und Daten wirksam schützen“ (S. 46) soll für das Thema sensibilisieren. Unser erfahrener Fachautor geht darauf ein, welche potenziellen Schwachstellen es in Betrieben gibt und mit welchen Maßnahmen diese geschützt und weniger verletzlich gemacht werden können. Es wäre doch schön, wenn WannaCry – zu Deutsch etwa „Willst du heulen?“ – zumindest in der Betonfertigteilbranche in Zukunft niemandem die Tränen in die Augen treiben würde und dagegen selbst zum Taschentuch greifen müsste.