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Betone der Zukunft im Fokus der 59. BetonTage

Unter dem Motto „Betone der Zukunft“ trifft sich die Betonfertigteilbranche vom 24. bis 26. Februar 2015 auf den BetonTagen in Neu-Ulm. Ein dreitägiges Fachprogramm, rund 90 namhafte Referenten, 13 Podien sowie 160 Aussteller aus der Zuliefer-, Maschinen- und Softwareindustrie erwarten die Besucher. Das Fachprogramm deckt wie gewohnt alle relevanten Segmente der vorgefertigten Betonbauteile ab.

Konstruktiver Fertigteilbau

Dem konstruktiven Fertigteilbau sind wieder zwei Podien gewidmet. Das Podium Konstruktiver Fertigteilbau 1 zeigt anhand ausgewählter Praxisbeispiele die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Fertigteilen auf. Dabei geht es auch auf die technischen sowie planerischen Herausforderungen ein, zeigt, was es bei Toleranzen zu berücksichtigen gibt und welche Gestaltungsspielräume für Fertigteile Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen lassen.

Mit innovativen technischen Lösungen befasst sich das Podium Konstruktiver Fertigteilbau 2. So werden die Forschungsergebnisse zum Einsatz eines thermisch aktivierbaren Betonkellers präsentiert. Zudem wird informiert über den Stand der Untersuchungen zum Brandverhalten von Spannbeton-Fertigdecken, zum Tragverhalten von Schleuderbetonstützen aus hochfester Betonstahlbewehrung und ultra-hochfestem Beton sowie zum Einsatz von Fassaden aus textilbewehrtem Hochleistungsbeton. Auch die Anforderungen zum Ermüdungsnachweis von Verbundbauteilen werden erörtert.

Leichtbeton

Das Podium Leichtbeton beleuchtet die Auswirkungen der neuen DIN EN 1520 für vorgefertigte, bewehrte Bauteile aus haufwerksporigem Leichtbeton. Außerdem werden ein neu entwickeltes, hochwärmedämmendes, dreischichtiges Leichtbetonwandelement sowie ein mechanisch begründetes Bemessungsmodell für die Querkrafttragfähigkeit von Verbunddecken vorgestellt. Vorträge zur neuen Erdbeben­zonenkarte und zur Bemessung und Anwendung von Befestigungssystemen für Konstruktionsleichtbeton ergänzen das Programm.

Straßen-, Landschafts- und Gartenbau

Ein spezielles Podium gibt es wieder für die Hersteller von Produkten für den Straßen-, Landschafts- und Gartenbau. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie zu den Umweltwirkungen von unterschiedlichen Oberbaukonstruktionen bei Verkehrsflächen, Vorträge zum Einsatz von lärmarmem Betonsteinpflaster und zur Herstellung von Pflastersteinen aus hochfestem Beton stehen auf der Agenda. Ebenfalls thematisiert werden die Herausforderungen bei der Schwarzfärbung von Betonwaren mit Eisenoxiden oder Kohlenstoffpigmenten sowie juristische Aspekte, beispielsweise zur Hinweispflicht von Herstellern und im Bereich Gala-Bau Tätigen bei Werk- und Lieferverträgen.

Betonwerkstein

Beispielhafte Objektberichte stehen im Mittelpunkt des Podiums Betonwerkstein. Außerdem wird gezeigt, wie die Betoneigenschaften durch den Einsatz innovativer Bindemittel verbessert und mit neuen Oberflächentechnologien sogar erweitert werden können. Besondere Schalungstechniken schaffen neue Gestaltungsspielräume.

Rohrleitungsbau und ­Entwässerungstechnik

Das Podium Rohrleitungsbau und Entwässerungstechnik richtet sich an Hersteller und die öffentliche Hand und beinhaltet Vorträge zur Qualitätssicherung und Fehlervermeidung bei der Planung im Kanalbau sowie zu den neuen Arbeitsblättern DWA-A 161 und DWA-A-127. Berichtet wird auch über Erfahrungen mit Beton-Verbundelementen als Abwasserbeschleuniger, den Einsatz von Stahlfaserbeton bei Tübbingen sowie die Anwendung von selbstreinigenden Schlitzrinnen.

Kleinkläranlagen

Für Kommunen und speziell die Sachverständigen der Unteren Wasserbehörden beziehungsweise private Sachverständige in der Wasserwirtschaft ist das Podium Kleinkläranlagen konzipiert. Beiträge zur aktuellen Normenentwicklung, zur Anwendung der Technischen Spezifikation 16.637 und Erfahrungsberichte zum Einsatz und zur Wartung von Kleinkläranlagen stehen auf der Agenda.

Aktuelles aus der Forschung

Innovationen im Bereich der Betontechnologie stehen im Fokus des Podiums Von der Forschung zur Praxis. Moderne Betone aus klinkerreduzierten Zementen, carbonbewehrter Spritzbeton, neue polyfunktionale Imprägnierungen und optimierte Rezepturen für selbstverdichtenden Beton sind einige Beispiele. Neue Einsatzfelder im Bereich alternativer Energien und Konzepte zur Einführung von Widerstandsklassen in die zukünftige Betonnorm werden ebenso präsentiert.

Das Podium Anwendungsgerechte Forschung für Beton stellt ein Schnellprüfverfahren zur Bestimmung des Karbonatisierungswiderstandes sowie Konzepte zur Entwicklung und Bewertung CO2-reduzierter Betone und zur Dauerhaftigkeitsbemessung von Bauteilen aus neuartigen Betonen vor. Außerdem wird gezeigt, wie die negativen Effekte von Tonmineralien auf PCE-Fließmittel gemildert und die Eigenschaften von Hochleistungsbetonen durch eine optimierte Mischtechnik verbessert werden können. Neue Erkenntnisse und Berechnungsverfahren zum Kriechen und Schwinden von ultrahochfestem Beton ergänzen das Podium.

Was gilt es bei der Herstellung von Hochleistungsbetonen zu beachten, welche neuen Einsatzfelder ergeben sich für Bauteile aus innovativen Betonen und welche Fugengeometrie ist in diesem Falle optimal? Dies sind einige der Fragen, mit denen sich das Podium Potenziale der Betonbauteile von morgen befasst. Gezeigt wird auch, wie durch ein neues Verfahren freigeformte Betonschalen wirtschaftlicher gebaut werden können und wie innovative Abstandhalter die Herstellung von Textilbeton im Gießverfahren erleichtern. Außerdem wird eine App zur Stahlbetonbemessung mit dem Smartphone oder Tablet vorgestellt.

Beton in der ­Tragwerksplanung

Das Podium Beton in der Tragwerksplanung greift unter anderem das Thema „Weiße Wanne“ auf. Dabei werden ein Schadensfall diskutiert und ein Planungstool zur Ermittlung von Risikokennzahlen für die Rissgefahr vorgestellt. Praktische Hilfestellung gibt es zur Ausführung von Parkdecks und wasserundurchlässigen, tragenden und nichttragenden Bodenplatten in Tiefgaragen. Eingegangen wird auch auf die neue DIN 4109 Schallschutz im Hochbau.

Wirtschaft und Recht

Das Podium Wirtschaft und Recht behandelt rechtliche und wirtschaftliche Aspekte aus dem betrieblichen Alltag, beispielsweise zu Werkverträgen, zu Klauseln im Subunternehmervertrag oder zu den juristischen Anforderungen bei der Planung und Ausführung. Auch der Nutzen von Energiemanagementsystemen in der Betonindustrie sowie kartellrechtliche Aspekte werden erörtert.

Das ausführliche Programm finden Sie unter www.betontage.de.

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