Beton als Klimakiller? – Aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung beweisen das Gegenteil

Die Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre e.V. (FBS) vertritt
insgesamt 19 Hersteller von Betonkanalsystemen in Deutschland.
Neben der originären Aufgabe, die gegenüber normativen Anforderungen
höhere Produktqualität im Bereich von Rohren und Schächten zu
definieren, zu zertifizieren und dauerhaft sicherzustellen, stellt sich der Fachverband seit einiger Zeit den Zielen zum Schutz des Klimas.

Um dem Anspruch an Objektivität, Nachvollziehbarkeit und Belastbarkeit der Ergebnisse gerecht zu werden, wurde eine wissenschaftliche Herangehensweise gewählt. Demnach wurden zunächst umfassende  Umweltauswirkungen bei der Herstellung von Beton- und Stahlbetonrohren durch das Fraunhofer Institut erhoben und in einer Umweltproduktdeklaration, sogenannte EPD, zusammengeführt. Im nächsten Schritt wurden sodann die Ergebnisse analysiert und im Kontext einer Lebenszyklusbetrachtung mit anderen Werkstoffen hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen interpretiert. Aussagekräftige und valide Umweltproduktdaten für alternative Rohrwerkstoffe (Steinzeug, GFK, PE-HD, PP und PVC) wurden dabei mithilfe der Datenbank „Ökobaudat“ des  Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat herangezogen.

Das Ergebnis verdeutlicht, dass sich bei der Verwendung von FBS-Betonrohren im direkten Vergleich mit oben genannten Rohrwerkstoffen über alle Nennweiten hinweg die geringsten CO2-Emissionen als auch die niedrigsten Umweltbelastungen beim Recycling ergeben.

Das Betonwerk Bieren, als langjähriges und innovatives Mitglied der  FBS, hat die Bedeutung zum Schutz des Klimas und der Verantwortung  für die nachfolgenden Generationen ebenfalls erkannt und betreibt  intensive Forschung und Entwicklung zur Reduktion von CO2-Emissionen.
Die Versuchsergebnisse beweisen dabei eindrucksvoll, dass durch Einsatz
optimierter Komponenten und modifizierter Mischungsverhältnisse die CO2-Emissionen gegenüber den Durchschnittswerten (FBS-Beton) nochmals um bis zu 60 % reduziert werden können, ohne auf die Qualitätseigenschaften zu verzichten – im Gegenteil: Es zeigt  sich, dass die Eigenschaften der Hochleistungsbetone gegenüber  Normalbeton nochmals deutlich verbessert und so die CO2-Emissionen halbiert werden.

Zusammenfassend ist erkennbar, dass in der Diskussion um die Einhaltung von Klimazielen Beton als Rohrwerkstoff, insbesondere gegenüber Kunststoffen, einen wichtigen Umweltbeitrag leisten kann. Zudem zeigt sich weiteres Innovationspotenzial, welches vom Betonwerk Bieren und der gesamten Branche genutzt werden sollte, um Überzeugungsarbeit für den Werkstoff zu leisten.

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