Stahl-Welle

Innovation für Doppelwandelemente

 Die Doppelwand überzeugt Kunden und Hersteller mehr denn je und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Ähnlich wie einst bei Elementdecken ist der Einsatz der Doppelwand stark ansteigend. Kappema® hat 2010 ein neues Produkt auf den Markt gebracht, welches große
Optimierungspotentiale in der Produktion von Doppelwandelementen bietet.

Die Kappema Technologie wertet die Doppelwand weiter auf. Das Wandsystem, hergestellt mit den neuen innovativen Kap-Wellenelementen, optimiert die Handhabung bereits bei der Produktion im Werk, vereinfacht den Baustellenalltag und erlaubt erstmals neue Einbauvarianten bei der Doppelwand überhaupt. Die Nachteile herkömmlicher Gitterträger werden durch den Einsatz der Kap-Stahl-Welle überwunden.

 

Stahl-Welle als Ersatz für Gitterträger

Die Kappema Stahlformwelle wird aus Stahl gefertigt. Die Welle in Verbindung mit Formsticks aus Edelstahl ist in der Lage, hohe Auszugskräfte aufzunehmen, Scherkräfte zu überbrücken sowie den Fugenverbund zu sichern. Somit kann ein hoher Betonierdruck aufgenommen werden. Die Stahl-Welle ist für Wandstärken von 18 cm, 20 cm, 25 cm, 30 cm, 35 cm und 40 cm erhältlich. Auf Wunsch können für abweichende Wandstärken auch Sondermaße geliefert werden.

 Bei dem herkömmlichen DWE-System liegt der Gitterträger auf der Bewehrungslage. Dabei dient dieser gleichzeitig als Abstandhalter und bestimmt so die Wandstärke. Daraus folgt die Notwendigkeit, bei statisch begründet unterschiedlichen Betondeckungen, aufwändig und logistisch nachteilig, mehrere verschiedene Gitterträgertypen vorzuhalten. Gleichgültig welche erforderlich sind, ist für jeweils eine Wandstärke beim System Kappema nur ein Wellentyp notwendig.

 Zwingend müssen bei herkömmlichen Gitterträgertypen gemäß der Zulassung die Ober- und Untergurte wegen der Ausreißfestigkeit infolge des Betonierdruckes bis zu 17 mm je Schale überdeckt werden. Das Ergebnis: dicke, schwere Betonschalen. Bei der Kap-Stahl-Welle greifen die Edelstahlformsticks komplett durch die Betonschalen. Dadurch kann diese Betonüberdeckung von 2 x 17 mm gespart werden. Damit ist eine Gewichtsreduktion der Wandelemente von bis zu 25 % (75–100 kg/m²) möglich. Hierbei wird eine Ausreißfestigkeit von 16 KN/Stick erzielt, d.h. 48 KN/Welle.

 

Im Werk

Die Kap-Stahl-Welle zeichnet sich durch ihre Einfachheit in der Handhabung aus. Völlig kompakt erfolgt die Anlieferung auf einer Europalette (Gewicht ca. 300 kg für 700 m² DWE). Diese kann im Werk direkt neben der Betonierstation platziert werden. Hier nimmt der Mitarbeiter die Welle (niedriges Gewicht, sehr geringes Volumen) und stellt diese einfach auf die Produktionspalette im Abstand von 80 cm. Im Gegensatz zur Verwendung von Gitterträgern kann die Logisitik stark vereinfacht werden und aufwändige Arbeitsschritte entfallen.

Neben der enormen Zeitersparnis (insgesamt ca. 2 Minuten Einbauzeit pro Palette) werden Einbauteile wie Leerrohre, Elektro- und Verteilerdosen beim Einwenden nicht zerstört oder gequetscht. Wellenabstände von 80 cm erlauben jetzt das seitliche Nachbearbeiten der Wandschalen und Installationen können nachträglich seitlich eingearbeitet werden. Ebenso ist das Aufrauen der zweiten Schalenoberfläche problemlos möglich.

Als Verlegeanker kommt die BVT-Variante „Alternative“ (Abb. 2) zum Einsatz, welche an jeder beliebigen Stelle der Wand platziert werden kann. Durch den integrierten Abstandhalter und unteren Fuß können auftretende Kräfte gleichmäßig in die Betonschale einleitet werden. Die Kunststoffhülse „Quicky“ (oder als Stahlhülsen für M 12 und M 16) mit dünnem Nagelteller zur Befestigung der Schrägstützen sind weitere Produkte aus dem BVT Rausch Programm für Doppelwände.


Zulassung und Anwendung

Namhafte Institute und Universitäten, wie z. B. die Universität Kaiserslautern sowie das Bautechnische Institut der Uni Graz, haben bei den Forschungsarbeiten des innovativen Bausystems mitgewirkt. Die Kap-Stahl-Welle darf derzeit nach DIN 1045 eingesetzt werden. Die Zulassung am Bautechnischen Institut in Berlin ist beantragt. Für den Großteil der europäischen Länder ist keine bauaufsichtliche Zulassung nach deutschem Standard erforderlich. Die notwendigen Gutachten wie Beständigkeit, Ausreißfestigkeiten und Scherbeanspruchung liegen vor.


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