Lotmessgerät für die Baustoffindustrie
Den Füllstand eines geschlossenen Silos zu ermitteln, ist nicht ganz einfach. Trotzdem muss in vielen Bereichen die Menge des eingelagerten Materials bekannt sein - wie z. B. Zement für die Baustoffherstellung. Denn nur wer seinen tatsächlichen Bestand kennt, kann rechtzeitig Nachschub bestellen und Versorgungs- oder Produktionsengpässe vermeiden.
Den Füllstand ermitteln – einfach und genau
Das Messgerät besteht im Wesentlichen aus einer elektromechanisch angetriebenen Spule, einem Seil bzw. einem Band und einem am Ende befestigten Fühlgewicht. Die Geräte werden auf dem Behälterdach des Silos aufgesetzt. Beim Herablassen des Fühlgewichts in den Behälter werden Band bzw. Seil von der Spule abgewickelt, bis das Fühlgewicht auf dem zu überwachenden Füllgut aufsitzt. Dabei ist die Seilspannung ein Indikator dafür, ob das Fühlgewicht bereits Kontakt mit dem Schüttgut hat. Beim anschließenden Aufwickeln werden ebenfalls die Umdrehungen gezählt. So wird der Messwert verifiziert und gleichzeitig festgestellt, ob das Fühlgewicht wieder in seine Ausgangslage zurückgekehrt ist.
Das Lotmessverfahren eignet sich besonders für diese Anwendungen, weil Staub im Silo die Ergebnisse der Messungen genau so wenig beeinflusst wie die Leitfähigkeit des Schüttgutes. Wechselnde Schüttgutfeuchte und anhaftende Medien sind für die Messmethode ebenfalls unproblematisch.
Innere Werte
Das Gerät ist in einem Aluminium-Gehäuse (IP66) untergebracht und weist einen Einsatzbereich von - 40 und + 80 °C auf. Eine zusätzliche Wetterschutzhaube schützt vor extremen Wettereinflüssen. Um eine Verschmutzung der Elektronik zu verhindern, sind Elektronik und Mechanik im Gerät strikt voneinander getrennt. Angeboten werden eine Variante mit Seil, besonders geeignet bei trockenen Produkten, und eine Variante mit Messband für anhaftende Produkte und automatischer Bandreinigung. Die Geräte sind für Versorgungsspannungen von 230 V oder 115 V AC sowie 24 V DC verfügbar. Messbereiche bis maximal 30 m lassen sich realisieren. Dabei können alle Stoffe ab einer Dichte von 300 g/l gemessen werden. Ein optionaler Stachel am Fühlgewicht verhindert das Abrutschen oder Kippen des Gewichtes an steilen Schüttwinkeln, z. B. bei Pulvern. Dank ATEX- und FM-Zulassung ist auch ein Einsatz in staubexplosionsgefährdeten Bereichen möglich.
In verschiedenen Pilotprojekten hat sich der Nivobob 4000 inzwischen bereits bewährt. Auf der Powtech wurde das Gerät vorgestellt und ist weltweit verfügbar.
Da die Messdaten am PC zur Verfügung gestellt werden können, lässt sich auch die Bestelllogistik vereinfachen.


Abb. 1 Der Nivobob 4000 ist ein für den...


