Dyckerhoff Weiss „Betonwaren-Tagung 2009“

So vielseitig wie der Markt für Betonwaren, so breit präsentierte sich auch das Themenspektrum der diesjährigen Dyckerhoff Weiss „Betonwaren-Tagung“, zu der sich Anfang April rund 100 Experten aus Industrie und Wissenschaft in Wiesbaden trafen. Der Bogen spannte sich von neuen Normen für Pflastersteine und Platten bis hin zu den Zusatzmitteln für leistungsfähige Betonwaren.
In die komplexe Welt der Normenarbeit und deren ganz praktischen Auswirkungen führte Dipl.-Ing. Dietmar Ulonska, Geschäftsführer der SLG in Bonn, mit seinen Ausführungen zu den „höheren Anforderungen an Pflastersteine und Platten nach neuer Norm und deren Verlegung“. Die Überarbeitung der EN für Straßenbauprodukte sowie der EN für Pflastersteine, Platten und Bordsteine aus Beton waren dabei ebenso ein Thema wie Neuerungen bei nationalen Vorschriften für den Pflasterbau.
Mit seinem Vortrag zu „Dauerhafte Betonwaren mit CEM II-Zementen – Anwendung im Bereich Betonwaren/Fertigteile“ griff Dipl.-Ing. Walter Kranert von der Deuna Zement GmbH ein aktuelles und für die Praxis wichtiges Thema auf. Seine Ausführungen reichten von allgemeinen Erläuterungen zu den CEM II-Zementen über die Ergebnisse von vergleichenden Werksversuchen bei mit unterschiedlichen Rezepturen hergestelltem Pflaster bis hin zu Betrachtungen zur Frost-Tausalz-Beständigkeit von Betonen sowie zum Einfluss der Gesteinskörnungen und der Temperatur auf den Festigkeitsverlauf von Betonen. Wie man Betonwaren nicht nur dauerhaft, sondern in jeglicherHinsicht leistungsfähiger macht, dies war Gegenstand des Vortrags von Dr. Hans Günter Hauck von der BASF Construction Polymers GmbH in Ludwigshafen. Bei seinen Ausführungen zum Thema „Zusatzmittel für leistungsfähige Betonwaren“ beschrieb er zunächst die immer höher werdenden Anforderungen des Betonwarenmarktes und zeigte anschaulich, wie sich mithilfe von Polycarboxylat-Ether (PCE) wichtige Eigenschaften von Betonwaren wie Wasseraufnahme, Festigkeit oder Farbsättigung gezielt steuern und optimieren lassen. Dies, so Dr. Hauck, generiert eine immer größer werdende Nachfrage nach PCE. Anschließend skizzierte er anhand einiger typischer Beispiele sowie der so genannten Produktions-Effizienz-Methode (PEM) die Entwicklung der Betonzusatzmittel – vom Labor bis zur Anwendung in  der Praxis. Von seinen „Praxiserfahrungen“, in diesem Falle bei der Verlegung von großformatigen Betonwerksteinplatten wusste Dipl.-Ing. Ralf Westphal zu berichten. Nach Ansicht des bei der Josef Saule GmbH in Augsburg beschäftigten Landschaftsarchitekten zeichnet sich im Garten- und Landschaftsbau ein Trend hin zum Einsatz von großformatigen Betonplatten ab. Dabei fand in den letzten Jahren ein Schritt von der rein funktionalen zur gestalterisch repräsentativen Platte statt. Deren Haltbarkeit und Zweckmäßigkeit wird dabei als selbstverständlich vorausgesetzt. Der richtigen Bettung und Verfugung, aber auch der Pflege und Wartung kommt daher größte Bedeutung zu. Der Referent verdeutlichtete dabei die Wichtigkeit detaillierter Pflege- und Verlegeanweisungen von der Herstellerfirma für den Bauherrn. Dies ist unumgänglich, will man teure Reklamationen vermeiden. Im Regressfall gilt: „Herstellervorschrift sticht jede DIN“, so Westphal. Angaben über Belastbarkeit, Chemikalien, Winterdienst etc. gehören seiner Ansicht nach bereits in die Planungsphase eines Objektes.
Abgerundet wurde die Tagung durch einen Erfahrungsbericht zu „10 Jahre Dyckerhoff Flowstone“, den Dipl.-Ing. Christian Bechtoldt von der Dyckerhoff AG präsentierte. Mit beeindruckenden Bildern führte er den Tagungsteilnehmern einmal mehr vor Augen, welch enormes Kreativ-Potenzial in dem modernen Baustoff Betonwerkstein und speziell der Bindemittel-Innovation Flowstone steckt. Die von ihm aufgeführten in den letzten 10 Jahren mit Flowstone realisierten Beispiele reichten von Betonwerksteinplatten mit immer feinerem Korn und immer größeren Formaten über Bauelemente und Fassadenplatten bis hin zum Spiegelbeton als auch Kunst- und Designobjekten wie die berühmte Wabenwand oder das Bodenrelief in der Regensburger Altstadt.    

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