„Aircrete“ schützt Autofahrer in mobilen Betonschutzwänden

Häufig werden Betonschutzwände aus Fertigteilen als transportable Schutzeinrichtungen (z.B. an Baustellen) eingesetzt. Grundsätzlich gilt: Je kompakter und steifer eine Schutzwand ausgebildet ist, desto größer sind die Durchbruchsicherheit für anprallende Fahrzeuge und der Schutz für Personen und Materialien hinter der Wand. Der Fachbetrieb für Sicherheit an Baustellen, die M+V GmbH, hat nun in Kooperation mit der Heidelberger Beton Rheinland GmbH & Co. KG in ihrem Fertigteilwerk Kürten erstmals einen neu entwickelten Beton für die Herstellung ihrer mobilen Fertigteil-Schutzwand ProTec 120 eingesetzt – den Heidelberger Luftporenbeton Aircrete.

Um den Frost- und Frost-Tausalz-Widerstand (XF4) zu gewährleisten, werden dem Beton anstelle herkömmlicher Luftporenbildner Mikrohohlkugeln (MHK) zugegeben. Die MHK sind winzige vorgefertigte Luftporen, die aus einer elastischen gasgefüllten Kunststoffhülle bestehen. Mikrohohlkugeln schaffen im Beton den notwendigen Ausdehnungsraum für gefrierendes Wasser und reduzieren die kapillare Saugwirkung. Das Produkt der Firma Sika hat – unter dem Namen SikaAer® Solid – seit Oktober 2007 die Zulassung für den deutschen Markt. Aircrete besticht im Vergleich zu Betonen mit herkömmlichen Luftporenbildnern durch viele Vorteile. Die Luftporen sind nun unabhängig von Temperatureinflüssen sowie von üblichen Verarbeitungs- und Einbaubedingungen stabil. Der Beton hat einen geringeren Festigkeitsverlust, da der Anteil der Gesamtluftporen im Vergleich zu herkömmlichen Luftporenbildnern deutlich reduziert ist. Somit sind Betone der Festigkeitsklasse C 35/45 und höher einfacher realisierbar. Selbst fließfähige, leicht zu verarbeitende Betone wie Easycrete, sind als Luftporenbeton problemlos herzustellen. Die Anforderungen an den Beton für die Produktion der Betonleitwände im Fertigteilwerk der Firma M+V waren hoch. Er sollte leicht zu verarbeiten und fließfähig sein sowie die Eigenschaften der Expositionsklasse XF4 erfüllen. Die Lösung war Aircrete – der Luftporenbeton mit Mikrohohlkugeln. Zum Einsatz kamen die mobilen Schutzwände aktuell auf der Autobahn A 7 zwischen Hannover und Kassel. Für die rund 5 km lange Strecke war lediglich eine Aufbauzeit von zwei Tagen nötig. Mit einer Bauhöhe von nur 60 cm und einer Betonbreite von 12 cm eignen sich die Wände auch für schmale Straßenbereiche. Weiterer Vorteil: Durch die besondere Bauform – der Beton wird von einem Stahlprofilrahmen umschlossen – brechen selbst bei einem Unfall keine Teile aus der Schutzwand heraus. Reflektoren, die geschützt in Vertiefungen an den Außenseiten angebracht sind, können durch touchierende Fahrzeuge nicht abgerissen werden. Neben Heidelberger Beton Rheinland sind bereits im Raum Nürnberg bei der TBG Franken (Fürth), der Betotech Nabburg und der FVS GmbH (Wendelstein) und im Raum Weimar bei der Heidelberger Beton Thüringen (Saalfeld), der Betotech Vieselbach und AVS Mellingen GmbH praktische Erfahrungen mit dem neuen Beton vorhanden.    

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