Vergleichende Ökobilanz „Terrassenaufbauten mit unterschiedlichen Deckschichten”
Im Bauwesen erlangen die Aspekte Klimaschutz und Ressourcenverbrauch im Rahmen der Nachhaltigkeitsdebatte immer größere Bedeutung. Die Umweltwirkungen von Baustoffen und Bauweisen, z. B. der damit einhergehende CO2-Ausstoß und Energieverbrauch, rücken somit im stärker in den Fokus bei der Planung von Baumaßnahmen.
Der Betonverband SLG hat schon Anfang 2009 die erste Vergleichende Ökobilanz von Oberbaukonstruktionen am Beispiel einer Erschließungsstraße herausgegeben. Es folgten Veröffentlichungen von Ökobilanzdaten zu Oberbaukonstruktionen ausgewählter typischer Anwendungsbereiche im qualifizierten Straßenbau, wie z. B. einer Wohnsammelstraße oder einer Fußgängerzone, im Jahr 2015 sowie die aktuelle Studie aus März 2025 [1]. Diese wurden in der neuesten Studie aus Juli 2025 durch die nach den einschlägigen Normen ermittelten Ökobilanzwerte für standardisierte Terrassenaufbauten mit Deckschichten aus unterschiedlichen mineralischen Belägen sowie aus Holz- und Holzverbundwerkstoffen um ein häufig in der Praxis vorkommendes Beispiel aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau ergänzt.
Die Vergleichende Ökobilanzstudie „Terrassenaufbauten mit unterschiedlichen Deckschichten“ [2] hebt insbesondere die Umweltwirkung hinsichtlich des Treibhauspotenzials (CO2-Ausstoß, GWP) sowie des Einsatzes von nicht erneuerbarer Primärenergie (PERNT) hervor. Die genannten Indikatoren lassen Aussagen im Hinblick auf den Klimawandel sowie auf die Energie- und Ressourceneffizienz zu, die von hohem politischem Interesse sind und zu den drängendsten Umweltfragen der Gegenwart gehören.
Bei der Betrachtung der dargestellten Ergebnisse der Lebenszyklus-Module (siehe Abb. 1) fällt auf, dass die Terrassenkonstruktionen unter Verwendung von Betonwerksplatten in ungebundener Ausführung aufgrund der sehr guten Wiederverwendbarkeit im End-of-Life Szenario, Aufwendungen in der Herstellungsphase gut kompensieren können. Zusammenfassend ergeben sich bei der Betrachtung „cradle to grave“ für die Betonsteinvarianten innerhalb der miteinander verglichenen Terrassenaufbauten im Hinblick auf GWP und PERNT die günstigsten Bilanzergebnisse.
