Simem baut Betonmischanlage unter Einbindung bestehender Anlagenteile
Die Simem GmbH mit Sitz am Bodensee betreut die deutschsprachigen Kunden der Simem S.p.A. aus Verona, Italien. Das Unternehmen baut seit mehr als 60 Jahren Betonmischanlagen für Kunden weltweit und gehört zu den wenigen Anlagenbauern, die sowohl Planetenmischer, Doppelwellenmischer, Durchlaufmischer als auch Kolloidalmischer selbst herstellen.
In den vergangenen Jahren wurde Simem immer häufiger angefragt, bestehende Anlagenteile in neue Anlagen zu übernehmen. Dies können beispielsweise ein Beschickungsband, eine bestehende Kübelbahn oder die Portalrahmen der Zementsilos sein. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, genau dies zu ermöglichen.
Dank der Baukastenmethodik können verschiedene Anlagenteile, häufig aus unterschiedlichen Produktgruppen, miteinander kombiniert werden. Dies ermöglicht eine hohe Flexibilität bei einem standardisierten Anlagendesign.
Neubau der Betonmischanlage Hennickendorf
Ein Projekt, bei dem diese Strategie umgesetzt wird, ist der Neubau der Betonmischanlage Hennickendorf für die Thomas Betonbauteile Fehrbellin GmbH & Co. KG. Ziel ist es, die bestehende Sternanlage mit Schrapperbetrieb durch eine moderne und leistungsstarke Anlage zu ersetzen sowie die Portalrahmen der Zementsilos zu übernehmen. Gleichzeitig muss der Übergabepunkt zum Betonverteiler exakt eingehalten werden, damit der automatische Produktionsprozess nicht gestört wird.
Simem Deutschland hat sich dafür entschieden, eine Mischanlage mit freistehendem Zuschlagbunker anzubieten. Der Zuschlagbunker mit acht Kammern steht dort, wo bislang der Stern platziert war, und bietet Platz für 450 m³ Zuschläge. Um die Qualitätsanforderungen des Kunden zu erfüllen, ist die Anlage mit acht Dosierbändern sowie Feuchtesonden von Ludwig für alle Zuschläge ausgestattet.
Die Beschickung des Zuschlagturms erfolgt über ein 47 m langes Förderband, das Sand und Kies aus dem Aufgabebunker zum Verteilband transportiert. Um den Wartungsanforderungen des Kunden gerecht zu werden, verfügt das Förderband über die gesamte Länge über eine Wartungsplattform.
Zusatzkammern für Recyclingmaterial
Eine Simem-Spezialität, die nach Unternehmensangaben zunehmend nachgefragt wird, sind zwei Zusatzkammern, die am Beschickungssystem vorbei mit dem Radlader beschickt werden und speziell für Recyclingmaterial entwickelt wurden. Auch diese Kammern kommen in Hennickendorf zum Einsatz.
Beim Projekt für Thomas Betonbauteile wurde großer Wert auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gelegt. Deshalb bestand die Anforderung darin, die bestehenden Portalrahmen der Zementsilos zu übernehmen. Simem plante die neue Anlage zwischen den vorhandenen Bestandsteilen. Um dies zu ermöglichen, wurde die Kübelbahn durch ein 1.000 mm breites Transportförderband zum Betonverteiler ersetzt. Dadurch werden die Wartungskosten reduziert sowie die Zugänglichkeit und die Reinigung erleichtert.
Planetenmischer für Fertigteilwerk und Transportbeton
Der 2,5-m³-Planetenmischer Xentrix wird sowohl Beton für das Fertigteilwerk als auch Transportbeton für den lokalen Markt produzieren. Nach Unternehmensangaben bietet der Mischer besonders gute Vermischungseigenschaften bei kurzer Produktionszeit und eignet sich für Werke, die sowohl Transportbeton als auch Fertigteile produzieren.
Aktuell läuft die Montage der Anlage, die durch die KSW GmbH aus Ludwigslust erfolgt. Anschließend wird sie vollständig eingehaust und noch im Juli zur Inbetriebnahme freigegeben.
Der Steuerungshersteller Gedis wird die Anlage in enger Zusammenarbeit mit Simem in Betrieb nehmen.
Dank der guten Zusammenarbeit mit Thomas Betonbauteile am Standort Hennickendorf konnten Projekthindernisse stets rasch aus dem Weg geräumt werden. Die Anlage wird gemeinsam mit den Partnern KSW GmbH, KFB Technologies und dem Kunden Thomas Betonbauteile realisiert.
CONTACT
Simem Deutschland GmbH
Peter-Dornier-Straße 9
88131 Lindau/Germany
+49 8382 8899070
www. simem.com
