Planungshilfe zur Umsetzung von modularen Brückenbausystemen in Deutschland
Die Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Insbesondere die Brücken stehen dabei immer mehr auch im öffentlichen Fokus. Ein großer Teil der über 130.000 Brücken aller Baulastträger ist in einem schlechten Zustand und muss in den nächsten Jahren verstärkt oder erneuert werden.
Mit konventionellen Bauverfahren vor Ort ist dieses Pensum kaum realisierbar. Ein wesentlicher Hebel ist der Einsatz modularer Brückenbausysteme, bei denen durch die werkseitige Vorfertigung wesentliche Bauprozesse von der Baustelle in das Fertigteilwerk verlagert werden. Erfolgreich ausgeführte (Pilot-)Projekte in Deutschland zeigen, dass sich so Bauzeiten auf unter 100 Tage und Sperrzeiten auf wenige Tage begrenzen lassen.
Der Beitrag berichtet über die „Planungshilfe zur Umsetzung von modularen Brückenbausystemen in Deutschland“ [1], die gemeinsam von Vertretern aus der Bauindustrie (insgesamt elf Unternehmen), der RWTH Aachen und der öffentlichen Hand unter besonderer Mitwirkung und Förderung der Autobahn GmbH des Bundes im Center Building and Infrastructure Engineering (CBI) erarbeitet wurde und wichtige Grundlagen zur Planung, Bemessung und Konstruktion von modularen Brücken bereitstellt.
