Nachhaltigkeit im Straßen-, Tief- und Kanalbau – Sichtweise der Bauunternehmung
Nachhaltigkeit ist im Infrastrukturbau längst keine Kür mehr, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Infrastruktur in Deutschland. Klimaziele, Ressourcenknappheit und regulatorische Vorgaben wie EU-Taxonomie und CSRD setzen den Rahmen – und stellen die Branche vor die Herausforderung, ökologische Verantwortung und Resilienz gegenüber klimawandelbedingten Veränderungen mit wirtschaftlicher Machbarkeit zu verbinden.
Die entscheidenden Fragen lauten: Wie lassen sich fossile Abhängigkeiten reduzieren? Welche Rolle übernehmen regionale Baustoffe, alternative Antriebe, Ersatztreibstoffe und Kreislaufwirtschaft für eine resiliente Infrastrukturen?
Der Beitrag beleuchtet drei Kernaspekte:
1. Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf Bauprojekte – von Ausschreibungsanforderungen bis zu technischen Grenzen neuer Verfahren.
2. Praxisansätze für mehr Nachhaltigkeit – ressourceneffiziente Materialkreisläufe und Bauverfahren, innovative Baustoffe und emissionsarme Baustellen.
3. Kooperation als Schlüssel – Nachhaltigkeit beginnt in der Planung. Lebenszyklusbetrachtungen, einheitliche Datengrundlagen und klare Vergabekriterien sind Voraussetzung, um ökologische Ziele langfristig erfolgreich zu etablieren.
Nachhaltigkeit ist Pflicht und Chance zugleich. Sie erfordert gemeinsame Standards, partnerschaftliche Zusammenarbeit und den Mut zu Innovationen. Nur so kann sichergestellt werden, dass ökologisches Handeln und wirtschaftlicher Erfolg im Infrastrukturbau Hand in Hand gehen.
