Mischek Systembau aus Österreich investiert in die Zukunft der Betonfertigteilproduktion
Effizienz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit prägen unsere Zeit, und damit gewinnen kontinuierliche Investitionen in die Modernisierung von Produktionsprozessen an strategischer Bedeutung. Die Mischek Systembau GmbH agiert seit über 50 Jahren erfolgreich in der industriellen Vorfertigung und gilt in Österreich als Pionier auf diesem Gebiet, insbesondere als führender Anbieter von Betonfertigteilen mit integrierten Systemkomponenten. Seit 2004 ist Mischek ein Unternehmen der Strabag-Gruppe und damit Teil eines europaweit agierenden Kompetenznetzwerks im Bauwesen.
Tradition und Erfahrung
Mischek Systembau blickt auf über fünf Jahrzehnte Erfahrung in der Produktion von Betonfertigteilen zurück. Seit der Übernahme durch die Strabag-Gruppe im Jahr 2004 hat das Unternehmen Zugang zu technologischen Ressourcen und einem erweiterten Markt erhalten. Heute produziert Mischek in drei Schichten und deckt dabei eine breite Palette von Betonfertigteilen ab, darunter plattenförmige Massiv- und Halbfertigteile, aber auch Sonderfertigteile mit komplexer Geometrie. Diese speziellen Fertigteile zeichnen sich durch einen hohen Vorfertigungsgrad aus. Geschäftsführer Mathias Tabor erläutert: „Ein Highlight ist sicherlich die ‚Intelligenz‘ unserer Fertigteile. Unser serielles Wohnprodukt „Tetriqx“ besteht aus standardisierten Systemkomponenten der Mischek-Systembauweise, die bereits werkseitig eingebaut werden.“
Technische Spitzenleistung
Mischek Systembau hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich in Maschinen zur Automatisierung und Digitalisierung investiert. Um die Produktivität und Wertschöpfung zu steigern, setzt das Unternehmen anhaltend auf die Partnerschaft mit der Progress Group. Zu den neuesten Investitionen gehört ein Wire Center zur Automatisierung der Betonstahlverarbeitung im Werk. Hier sind mehrere Bewehrungsmaschinen voll in den Produktionsprozess integriert, darunter eine Versa-Gitterträgerschweißanlage, eine MSR-Richtschneidemaschine und Greifereinheiten zum Transport der Stäbe und Gitterträger. Die Besonderheit der Gitterträgeranlage besteht darin, dass der Obergurt durch eine separate Einzel-Richtmaschine vorgeschnitten wird, während der Untergurt automatisch gewechselt wird. Daraus resultieren besondere Gitterträger, bei denen sich der Drahtdurchmesser des Ober- und Untergurtes unterscheidet. „Die Hauptgründe dafür, dass wir ständig in Automatisierung investieren, bestehen darin, die Wertschöpfung zu erhöhen und unabhängiger vom Einkauf von Einbauteilen zu werden. Dies führt auch zu einem kompletten Wegfall von erforderlichen Lagerflächen und von Manipulationsarbeiten“, so Tabor. Durch die hohe Präzision, Zuverlässigkeit und flexible Integration in die bestehende Produktionslinie wird dem Unternehmen so ein kontinuierlich erhöhter Automatisierungsgrad ermöglicht, während gleichzeitig komplexe Bauteile effizient gefertigt und Materialkosten eingespart werden.
Langjährige Zusammenarbeit
Bereits 2008 investierte Mischek in Maschinen der Ebawe Anlagentechnik, dem Spezialisten für Umlaufanlagen in der Progress Group. Neben der Produktion von Doppelwänden und Elementdecken werden in einer zweiten Umlaufanlage auch massive Fertigteile hergestellt. 2019 folgte mit dem Rohrverlegeroboter Tube Master eine wegweisende Investition. Mithilfe dieser Maschine werden Kühl- und Heizrohre automatisiert in die Fertigteile verlegt. Dieser Automationsschritt führt zu höheren Prozessgeschwindigkeiten sowie reduzierten Mitarbeiterkosten. Mit der Integration der neuen Bewehrungsanlagen wurden auch einige Einzelmaschinen im Umlauf erneuert. Seit 2025 sind ebenso der moderne Betonverteiler Econ Drive sowie Maschinen zur Reinigung der Paletten und Schalungen im Einsatz. Durch die integrierten Maschinen im Umlauf werden manuelle Arbeit reduziert, Abfälle begrenzt und Lagerflächen eingespart.
Digitalisierung im Fokus
Neben der Hardware spielt die digitale Produktionssteuerung eine entscheidende Rolle. Die Umlaufsteuerung Ebos der Progress Group ermöglicht datenbasierte Entscheidungen durch Echtzeit-Visualisierung der Produktion. Mit einfacher Bedienung optimiert sie die Produktionsplanung und sichert einen reibungslosen Ablauf. Tabor erklärt: „Die Software spielt bei uns eine entscheidende Rolle, da sie große Datenmengen liefert und wir mit den entsprechenden Auswertungen datenbasierte Entscheidungen treffen.“ Die flexible Palettenbelegung maximiert die Produktivität. Zudem nutzt Mischek das Qualitätskontrollsystem Vision.Image, das automatisch Bilder der Palette vor dem Betonieren erfasst und dokumentiert – für bessere Qualitätskontrolle und Nachverfolgung der Einbauteile. Tabor betont auch: „Die Strabag setzt als Technologiekonzern für Baudienstleistungen auf Automatisierung und die Erhöhung des Digitalisierungsgrades. Das ist für uns als industriell fertigendes Unternehmen innerhalb der Strabag-Gruppe daher von zentraler Bedeutung.“
Blick in die Zukunft
Mithilfe des seriellen Wohnbausystems Tetriqx realisiert Mischek Systembau mehrgeschossige Wohneinheiten mit hoher Plan- und Wiederholbarkeit. Im Zentrum stehen die Kostenreduktion, verkürzte Bauzeiten, Nachhaltigkeit und Flexibilität im Wohnbau. Dadurch stärkt Mischek seinen Fokus auf Vorfertigung und Fertigungstiefe. „In den kommenden Jahren sind weitere Entwicklungen geplant, vor allem in Bezug auf den Automatisierungsgrad und die Erweiterung unserer Produktgruppe für viele Tetriqx-Wohngebäude in ganz Österreich“, so Tabor.
Starke Partnerschaft
Die Kooperation mit der Progress Group stellt für Mischek einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Das Unternehmen vereint so modernste Produktionsprozesse, einen hohen Automatisierungsgrad und kontinuierlich hohe Effizienz. „Die Zusammenarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie immer transparent und offen auf Augenhöhe stattfindet. Der kompetente Austausch ermöglicht uns, die Produktivität zu steigern und den Digitalisierungsgrad zu erhöhen. Die Kombination aus technologischem Know-how, maßgeschneiderten Anlagen und digitalen Lösungen macht diese Zusammenarbeit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für unsere Zukunft.“
Durch Investitionen in Maschinen und Software der Progress Group ist das Unternehmen in der Lage, serielles, nachhaltiges Bauen in Österreich effizient umzusetzen und seine führende Position in der industriellen Vorfertigung zu sichern.
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