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Korrosionsschutz für Trinkwasserbauwerke aus Beton mit MCI-Zusatzmitteln

Was tun, wenn ein Stahlbetonbauwerk, das Trinkwasser führt oder in einem ökologisch sensiblen Gewässer liegt, Korrosionsschutz erfordert? Da in diesem Fall umweltschädliche Chemikalien ins Wasser gelangen können, haben Bauunternehmen nur eine sehr eingeschränkte Auswahl an Produkten, die auf trinkwasserführende Betonbauteile aufgebracht werden können. Die Cortec Corporation bietet jedoch eine Reihe von migrierenden Korrosionsschutzprodukten an, die nach der Norm ANSI/NSF 61 für die Verwendung in Bauteilen von Trinkwasseranlagen zertifiziert sind.

 

Wirkprinzip migrierender Korrosionsinhibitoren

Migrierende Korrosionsinhibitoren (MCI) lassen sich sowohl Neubeton als auch Ausbesserungsmörteln beimischen oder als Oberflächenkorrosionsschutz (SACI) lokal auf den Beton von Bestandsbauwerken aufbringen. Die MCI-Moleküle migrieren anschließend durch die Betonporen. Sie werden von Metalloberflächen, wie beispielsweise der Stahlbewehrung, angezogen und bilden dort eine molekulare Schutzschicht, die als ambiodisch (beidseitig) gilt, denn sie hemmt Korrosionsreaktionen sowohl am anodischen als auch am kathodischen Punkt einer potenziellen Korrosionszelle.

MCI-Zusatzmittel für trinkwasserführende Bauteile

In manchen Fällen werden MCI-Zusatzmittel als zusätzlicher Korrosionsschutz für Trinkwasserbehälter, vorgefertigte Rohrsegmente für den Transport von Meerwasser zu Entsalzungsanlagen, Solebehälter und Küstenschutzverbauungen in sensiblen Gebieten mit möglicher Versickerung ausgeschrieben. Folgende MCI-Zusatzmittel sind nach der Norm NSF 61 für die Verwendung in Bauteilen von Trinkwasseranlagen zertifiziert:

MCI-2005: flüssiges korrosionshemmendes Zusatzmittel. MCI-2005 ist ein USDA-zertifiziertes biobasiertes Produkt, das dem Neubeton auf der Baustelle oder im Betonwerk beigemischt werden kann. MCI-2005 verzögert die Erhärtung und ist damit bei sehr warmer Umgebungstemperatur eine willkommene Alternative zu Calciumnitrit.

MCI-2005 NS: normal abbindende Variante von MCI-2005, die die Erhärtungsdauer weder verkürzt noch verlängert

MCI-2006 NS: MCI-Zusatzmittel in Pulverform, das die Erhärtungsdauer weder verkürzt noch verlängert; wird häufig für Ausbesserungen verwendet.

 

MCI-Zusatzmittel für die Anwendung auf Oberflächen trinkwasserführender Bauteile

Für die Oberflächenanwendung bestimmte MCI-Zusatzmittel (SACI) werden in der Regel auf den Beton von Bestandsbauwerken aufgesprüht und migrieren im weiteren Verlauf in das Bauteilinnere. Sie stellen beispielsweise eine gute Alternative dar, wenn die Betondeckung aufgrund von Verarbeitungsfehlern beim Bau von Trinkwasserbehältern nicht die vorgesehene Stärke erreicht und deshalb ein zusätzlicher Korrosionsschutz erforderlich ist. Darüber hinaus kommen sie bei der turnusmäßigen Instandhaltung von Bauwerken – zum Beispiel Wassertürmen aus Beton – zum Einsatz, für die ursprünglich keine MCI-Zusatzmittel vorgesehen waren, bei denen jedoch Korrosionsprobleme auftreten. Die folgenden SACI sind zertifizierte Produkte, die die Norm NSF 61 für die Verwendung in Bauteilen von Trinkwasseranlagen erfüllen:

MCI-2020: Zusatzmittel auf Wasserbasis mit migrierenden Korrosionsinhibitoren in hoher Dosierung

MCI-2018: migrierende Korrosionsinhibitoren in Kombination mit einem vollständig silanbasierten Hydrophobierungsmittel (ist das Bauteil für hydrostatischen Druck ausgelegt, sollte eine Abdichtungsmembran verwendet werden).

 

Verlängerung der Nutzungsdauer von Trinkwasserbauwerken aus Beton

In Stahlbetonbauwerken auftretende Korrosion zieht kostspielige Reparaturmaßnahmen nach sich, unterbricht die bestimmungsgemäße Nutzung und verkürzt möglicherweise die Lebensdauer. Für korrosionsgefährdete neue Bauteile von Trinkwasseranlagen ein MCI-Zusatzmittel vorzusehen oder dieses regelmäßig als „Erhaltungsdosis“ auf die Oberfläche von bereits vorhandenen Behältern oder Bauwerken aufzubringen, ist daher eine hervorragende Alternative, um den natürlichen Korrosionsfortschritt in Komponenten der Trinkwasseranlage, für die höhere Sicherheitsanforderungen gelten, zu verlangsamen.

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