Innovation: Sono Oberflächensonde
Bauprojekte stehen heute unter hohem Termin- und Kostendruck. Verzögerungen verursachen Stillstandskosten und gefährden enge Bauzeitenpläne. Gleichzeitig darf insbesondere beim Estrichbau die notwendige Trocknungszeit nicht unterschritten werden, da sie Voraussetzung für die Belegreife und einen schadensfreien Bodenaufbau ist.
Im deutschsprachigen Raum dominiert die CM-Methode (Calcium Carbid) als Prüfmethode für die Belegreife, die in der Normung fest verankert ist und als juristisch anerkannte Nachweismethode gilt. Ihre Anwendung sei jedoch laut Anbieterangabe aufwendig und fehleranfällig. Zudem haben sich Estrichrezepturen durch veränderte Bindemittel und Zuschläge stark weiterentwickelt, wodurch die Aussagekraft der Methode zunehmend hinterfragt wird.
Mit dem von Imko entwickelten Trime TDR-Verfahren (Time Domain Reflectometry) steht eine zerstörungsfreie, schnelle und auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässige Messtechnologie zur Verfügung. Sie basiert auf der hochpräzisen Laufzeitmessung elektromagnetischer Impulse (Zeitauflösung < 1 ps), deren Ausbreitungsgeschwindigkeit direkt vom Wassergehalt des Messguts beeinflusst wird. Daraus lässt sich eine direkte Korrelation zwischen Laufzeit und Feuchte ableiten.
Mit der Sono-Oberflächensonde wird dieses praxisbewährte Verfahren weiterentwickelt, um die Schwächen bestehender Belegreifeprüfungen zu überwinden. Gleichzeitig erhalten Estrichhersteller ein innovatives Werkzeug, mit dem sie Rezepturen gezielt optimieren und ihre Produktqualität datenbasiert und wissenschaftlich abgesichert nachweisen können.
Die Sono Oberflächensonde vereint nachfolgende Vorteile, die ihr das Potenzial einräumen, den Markt der Estrichprüfung zu revolutionieren:
1. Die Prüfung ist einfach und fehlerunanfällig: Aufsetzen der Sonde, Messung starten, Messergebnisse auf dem Smartphone empfangen. Fertig.
2. Die Prüfdauer wird um den Faktor 100 gegenüber der CM-Methode verkürzt.
3. Die Prüfung erfolgt zerstörungsfrei. Es muss keine Estrichprobe entnommen, kein Loch verschlossen werden.
4. Die Vorteile aus 2 und 3 führen dazu, dass (noch immer mit sehr geringem Zeitaufwand) etliche Messpositionen überprüft werden können. Dagegen liefern vorherrschende Prüfverfahren nur ein punktuelles Messergebnis, das das Gesamtbild der Trocknung nur eingeschränkt repräsentiert.
5. Die Einfachheit und Schnelligkeit der Prüfung erlaubt zudem, mit geringem Aufwand die Wirksamkeit von Heiz- und Lüftungsmaßnahmen zu bewerten und in der Folge zu optimieren.
6. Die Sono Oberflächensonde eröffnet auch Herstellern neue Möglichkeiten, den Trocknungsverlauf ihrer Systeme objektiv zu dokumentieren.
