Förderung von ressourcen- und klimaschonendem Beton in Baden-Württemberg
Die Herstellung von Betonen mit rezyklierten Gesteinskörnungen (RGK) hat sich in den vergangenen Jahren als vielversprechende Möglichkeit etabliert, den Primärressourcenverbrauch in der Betonherstellung zu reduzieren. Dennoch werden aufbereitete Bau- und Abbruchabfälle nur selten als Gesteinskörnung in Beton eingesetzt [1]. Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben technologisch und regulatorisch einfacher umsetzbaren Verwertungspfaden sind die regional unterschiedlich ausgeprägte Verfügbarkeit sowie höhere Aufwendungen seitens der Betonhersteller Hindernisse. Um dies zu ändern, hat das Umweltministerium Baden-Württemberg im Jahr 2023 mit der „Verwaltungsvorschrift über die Förderung von ressourcen- und klimaschonendem Beton im Hochbau (VwV R-Beton)“ eine Fördermöglichkeit geschaffen, um den Einsatz von Betonen mit RGK im Südwesten auszuweiten. Neben der finanziellen Bezuschussung der erweiterten Erstprüfung, die bei der erstmaligen Herstellung von Betonen mit rezyklierten Gesteinskörnungen erforderlich ist, wurde ein Teil der Anschaffungskosten rezyklierter oder nassklassierter Gesteinskörnungen subventioniert. Die Förderung wurde im Jahr 2025 verlängert, wobei eine Anpassung der Fördersätze erfolgte. Als maßgebliche Änderung wurde zudem der Einsatz klinkerreduzierter Zemente vorgeschrieben. Außerdem können neben Transportbetonherstellern nun auch Betonfertigteilhersteller eine Förderung erhalten.
Die erste Phase des Förderprogramms wurde durch das KIT-IMB/MPA/CMM wissenschaftlich begleitet. Hierbei wurden die Transportbetonhersteller bei den erweiterten Erstprüfungen unterstützt. Zudem fand eine Probenahme und Analyse der verwendeten rezyklierten Gesteinskörnungen statt.
