Erfahrungen mit dem ERC-Konzept in der werkseigenen Produktionskontrolle und der Bauausführung
In Zukunft soll die Sicherstellung der Dauerhaftigkeit von Beton- und Stahlbetonbauwerken durch ein performance-orientiertes Konzept erweitert werden. Dieses Konzept basiert auf Modellen zur Prognose der Dauerhaftigkeit von Betonbauteilen und stützt sich auf Prüfverfahren zur Beschreibung der Materialwiderstände, bezogen auf die relevanten Einwirkungen. Im Zuge dessen ist eine Einteilung von Betonen in sog. Expositionswiderstandsklassen („Exposure Resistance Classes“, ERC) vorgesehen, die nach der Art der Einwirkung unterschieden werden.
Zur praktischen Erprobung des ERC-Konzepts wurden erste Untersuchungen im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle eines Transportbetonwerks durchgeführt. Dabei wurden über einen Zeitraum von dreieinhalb Monaten an fünf Herstelltagen entsprechende Proben entnommen und hinsichtlich ihrer dauerhaftigkeitsrelevanten Betoneigenschaften geprüft.
Des Weiteren erfolgte eine Untersuchung von repräsentativen Transportbetonen aus verschiedenen Anwendungsbereichen – vom Ingenieurbau über den Hochbau bis zum Tiefbau – unter Berücksichtigung der Expositionsklassen XD (Chloride) und XC (Karbonatisierung). Die Betone unterschieden sich in Zementart und Druckfestigkeitsklasse. Zur Validierung unter realen Bedingungen wurden neben Laborproben auch Demonstrator-Bauteile auf Baustellen hergestellt, aus denen Bohrkerne zur weiteren Analyse entnommen wurden.
Die bisherigen Ergebnisse liefern wertvolle Erkenntnisse über die Praxistauglichkeit des ERC-Konzepts in der werkseigenen Produktionskontrolle und bilden eine Grundlage für dessen zukünftige Anwendung in der Bauausführung.
