LIAPOR

Raum für die Kunst dank Leichtbeton in Marburg

Streng, abstrakt und maßstabslos – so präsentieren sich die neue Skulpturenhalle und das Empfangsgebäude, die für die Sammlung Pohl in Marburg errichtet wurden. Die monolithischen Wände aus Liapor-Leichtbeton bilden nicht nur optisch den passenden Rahmen für die zeitgenössischen Kunstobjekte, sondern bieten dank ihres atmungsaktiven, ausgeglichenen Raumklimas auch beste konservatorische Bedingungen für die Exponate.

Beim Unternehmer-Ehepaar Dr. Ana und Reinfried Pohl entstand das Bedürfnis, auch die Öffentlichkeit an seiner umfassenden Sammlung teilhaben zu lassen, und so wurde 2018 der Bau eines neuen Sammlungsgebäudes in Marburg-Cappeln beschlossen. Den passenden Platz dafür bot ein ehemals industriell genutztes Grundstück mit zwei großen, aus den 1990er-Jahren stammenden Lagerhallen. Diese wurden zu Exponatlagern umgebaut, und an ihrer Stirnseite wurde eine neue Skulpturenhalle errichtet.

Konzipiert im Sammlungskontext

Außerdem entstand auf dem zu einem Skulpturengarten umgestalteten Freibereich davor ein neues Empfangsgebäude. 

„Das Eingangsgebäude und die Skulpturenhalle strahlen durchaus eine gewisse Strenge aus. Sie wirken abstrakt und auch maßstabslos. Das kleinere Empfangsgebäude vermittelt eine erste Ahnung auf die nachfolgende, größere Skulpturenhalle, die ihre eigentliche Bestimmung nicht auf den ersten Blick offenbart“, erläutert der zuständige Architekt Dr.-Ing. Johannes Sollich von Sollich Architekten in Berlin.

Atmungsaktiv und feuchteregulierend

Sowohl das Empfangsgebäude als auch die Skulpturenhalle wurden monolithisch aus Liapor-Leichtbeton mit der Betongüte LC16/18D1.2 errichtet. Die Gründe: „Wir wollten sehr detailreduziert bauen und das erforderte sozusagen zwangsläufig die Verwendung des monolithischen Leichtbetons. Es ist ein sehr reizvoller Baustoff, der eine besondere Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit ausstrahlt“, so Dr. Johannes Sollich.

Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium für den Leichtbeton war das Raumklima: „Durch die wärmedämmenden sowie wärmespeichernden Eigenschaften des Liapor-Leichtbetons herrscht im Inneren der Gebäude ein ausgeglichenes Klima - ohne abrupte Temperaturschwankugen. Dazu kommt, dass die Wände atmungsaktiv sind und den Feuchtehaushalt regulieren. Das ganze Gebäude atmet – und das merkt man“, betont Dr. Sollich. „Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die sehr angenehme Akustik im Inneren, hervorgerufen durch die porigen, nicht schallharten Wände.“ Verantwortlich für diese positiven Effekte sind die im Liapor-Leichtbeton enthaltenen Blähtonkugeln mit ihrer diffusionsoffenen Porenstruktur im Inneren.

Im lebendigen Einklang

Zwischen 2018 und 2019 wurden die Außenwände des Eingangsgebäudes und der Skulpturenhalle in jeweils 50 cm Stärke errichtet. Hergestellt und geliefert wurde der Liapor-Leichtbeton von Heidelberger Beton GmbH Region Süd-West, die Ausführung übernahm die Faber & Schnepp GmbH & Co. KG in Gießen.

Im Detail zeigen sich vor allem an den nicht-hydrophobierten Innenwänden einzelne Blähtonkugeln, Lunker und Schüttungslagen. „Die Sichtbeton-Oberflächen sind sehr präsent und treten in den Dialog mit der dort ausgestellten Kunst. Sie passen sehr gut zum Gebäude und seiner Bestimmung“, so der Architekt.

Besondere Beständigkeit

„Wir sind mit dem Ergebnis und dem Baustoff von Liapor sehr zufrieden“, so das Fazit von Dr. Sollich. „Natürlich erfordert das Bauen mit Leichtbeton viel Planung und genaues Timing. Schließlich kann man damit im Gegensatz zu mehrschichtigen Kompositbaustoffen nichts mehr nachträglich kaschieren, sondern die Gebäudehülle entsteht in einem einzigen Arbeitsschritt.“ Daneben punkten beide Gebäude im Sinne der Nachhaltigkeit durch ihre Beständigkeit: „Wir gehen davon aus, dass die Lebensdauer jedes Gebäudes mindestens 100 Jahre beträgt.“ Jede Menge Zeit also, um sich die Kunstsammlung auch einmal selbst anzuschauen, beispielsweise bei einer offiziellen Führung durch die aktuellen Ausstellungen der Sammlung Pohl.

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Liapor GmbH & Co. KG

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91352 Hallerndorf-Pautzfeld/Germany

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