Berding Beton

Sichere Landung dank hochbelastbarer Rohre

Flughäfen sind gewaltige Infrastrukturprojekte, die allerdings um den fliegenden Verkehr erfolgreich abwickeln zu können, auch leistungsfähige Tiefbauten benötigen. An den Flughäfen Berlin-Schönefeld und Halle-Leipzig wurden entsprechende Tiefbauwerke errichtet.

Insbesondere Rohrleitungen, die unter Start- und Landebahnen verlaufen sind durch die Flugbewegungen massiven, kurzzeitigen Druckimpulsen ausgesetzt, die bei einer unzureichenden Ausführungen des Tiefbaunetzes schnell zum Leitungsbruch und damit einhergehend sogar zu relevanten Schäden in der Rollbahnoberfläche führen können. An den Flughäfen Berlin-Schönefeld und Halle/Leipzig kamen speziell für diesen Einsatz geschaffene Hochleistungsprodukte der Firma Berding erfolgreich zum Einsatz.

Im Gegensatz zum skandalumwitterten Terminal gebäude ist der Ausbau der Rollfelder der Flughäfen Berlin Schönefeld und auch der von Leipzig/Halle mittlerweile weitgehend abgeschlossen. Aufgrund der hohen Anzahl der versiegelten Flächen speziell auf einem Flughafen spielt die Regenwasserspeicherung immer eine bedeutende Rolle. Ein wesentlicher Teil dieses Bauabschnittes war daher die Errichtung der Stauraumkanäle und der entsprechenden Anschlussbauwerke. Da das Vorfeld nach Fertigstellung als Abfertigungs-, Rangier-, Abstell- und Wartungsfläche dient, mussten die Bauwerke zudem besonders hohen Belastungen standhalten können.

Regenrückhaltebecken und Stauraumkanäle werden zur Abflussdämpfung von Niederschlagswasser und für die Zwischenspeicherung genutzt. Dadurch werden die Vorflut und das angeschlossene Kanalnetz vor Überlastung geschützt. Grundsätzlich muss immer eine sehr hohe und teilweise sehr schnell aufkommende Abflussmenge bei Starkregenvorfällen bei der hydraulischen Bemessung mit einkalkuliert werden. Diese Starkregenvorkommen sind in der Regel aber zeitlich sehr begrenzt. Durch den Einsatz von Regenrückhaltebecken können auf Grund der Reduzierung von Kanalquerschnitten die Baukosten minimiert werden. Das so gespeicherte Regenwasser kann dann gedrosselt wieder der Natur zurückgegeben werden. Aus diesem Grund wurden in Berlin-Schönefeld zwei Abschnitte mit Stahlbetonrohren DN 2.000 und jeweils drei Anschlussbauwerken mit Einzelgewichten von bis zu 90 t geliefert. In Leipzig kamen Stahlbetonrohre DN 1.600 – DN 1.800 und zwei Kreuzungsbauwerke (Gewicht ca. 80 t) als Regenrückhaltebecken zum Einsatz.

In beiden Fällen waren alle acht Bauwerke in Ortbeton ausgeschrieben. Eine Herstellung in Ortbeton hat den Nachteil, dass die Errichtung sehr zeitaufwendig, witterungsabhängig und daher kostspielig ist. Den Bauunternehmen war jedoch ein planbarer Bauablauf sehr wichtig. Durch die sachkundige Beratung seitens der Berding-Beton-Mitarbeiter aus Linthe und Badeborn konnten die Planer aufgrund der Effektivität und Qualität beim Einsatz von Fertigteilen überzeugt werden. In enger Zusammenarbeit mit dem technischen Büro in Badeborn wurden alle Bauwerke technisch so konzipiert, dass diese als Fertigteil in Tafelbauweise laut Qualitätsrichtline 2-2 der FBS hergestellt werden konnten. Ein weiterer Vorteil für alle Beteiligten war, dass die Bauwerke mit komplettem Innenausbau und mit integrierten Anschlussmuffen für die Rohre geliefert wurden. So konnte ein zügiger Bauablauf, ohne lange Unterbrechungen für die Herstellung der Bauwerke, gewährleistet werden. Da die Bauwerke unabhängig von äußeren Witterungsbedingungen hergestellt werden, gefährdeten auch die Wetterkapriolen den Bauablauf nicht. Natürlich wurden in diesen Abschnitten die hohen Anforderungen an den Beton und die Dichtungen (Kerosin, Enteisungsmittel und hohe dynamische Lasten) eingehalten. Die Baumaßnahmen wurden seinerzeit zur Zufriedenheit aller fristgerecht abgeschlossen.

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