PORR

Neubau des Heizkraftwerkes Marzahn für mehr Klimaschutz

Innerhalb einer Generation strebt Vattenfall eine fossilfreie Energieerzeugung an. In Berlin spielen dabei die Kraftwerksstandorte eine zentrale Rolle. Ein wichtiger Baustein für die angestrebte Klimaneutralität ist das 2020 in Betrieb genommene Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk Marzahn. Im Auftrag der Siemens AG schaffte die Porr in Berlin die Fundamente für eines der modernsten Heizkraftwerke Europas.

Mit dem HKW Marzahn werden aktuell 150.000 Haushalte mit Fernwärme und Strom versorgt und tragen zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei. Die Porr unterstützte das Projekt im Bereich der Hauptbauarbeiten und errichtete darüber hinaus vier schlüsselfertige Hochbauten.

Sichere Realisierung

Die Hauptbauarbeiten für das Kraftwerk und die Errichtung von vier schlüsselfertigen Versorgungsgebäuden wurde an den Porr Ingenieurbau vergeben. Die Motivation für die Realisierung dieses anspruchsvollen, individuellen Projekts war hoch: Konnte doch hier die umfassende Kompetenz der Porr als Technologieführer für den Bau anspruchsvoller, individuellen Projekte mit eigenen Expertinnen und Experten bestens unter Beweis gestellt werden.

Zu den Hauptbauarbeiten zählten der Erdbau, mehrere Versorgungsleitungen, die Fundamente für den so genannten Power Block, zwei 45 m hohe Treppentürme, zwei Turbinentische, ein Schaltanlagengebäude, weitere Nebengebäude und der Straßenbau. Dazu kamen die Planung und schlüsselfertige Ausführung eines Blockwartengebäudes, eines Verwaltungsgebäudes, eines Sozial-, Lager- und Werkstattgebäudes sowie eines Garagengebäudes.

Logistische Meisterleistung

Das Herzstück der gesamten Anlage ist der Power Block. Darin sind die beiden Maschinenhäuser für die Turbinen, zwei Trafogebäude, das Kesselhaus, das Speisewasserpumpenhaus und das Schaltanlagengebäude untergebracht. Aufgrund des ambitionierten Zeitplans, der baubegleitenden Planung und der zahlreichen, gleichzeitig arbeitenden Nachunternehmer in diesem Bereich stellte die Ausführung von Anfang an eine große logistische Herausforderung dar.

Komplexer Turbinentisch und Treppenhäuser

Neben der Baulogistik entpuppte sich vor allem der Turbinentisch der Dampfturbine als Herausforderung. Aufgelagert auf sechs Schwingungsdämpfern in 15 m Höhe, bildet diese den Stützkörper für die Turbine und den zugehörigen Generator. Für die Betonage wurde zwischen der Stützen-Riegelkonstruktion ein Lehrgerüst aufgebaut. Diese Hilfskonstruktion stellt die Unterlage für insgesamt 45 t Bewehrungsstahl, 170 Einbauteile und 280 m³ Beton dar. Der hohe Bewehrungsgrad und die Einbautoleranzen von 10 mm für Schalung und Einbauteile erforderten höchste Konzentration beim Einbringen der Bewehrung. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Druckfestigkeit wurde eine eigene Betonrezeptur entwickelt, die vorab in Testreihen geprüft und während der Betonage und der anschließenden Hydratation mit Temperatursensoren überwacht wurde.

Schlüsselfertige Gebäude

Neben den Arbeiten am Kraftwerk war die Porr auch für die schlüsselfertige Errichtung des Blockwartengebäudes, des Verwaltungsgebäudes, des Sozial-, Lager- und Werkstattgebäudes sowie des Garagengebäudes verantwortlich. Vom Blockwartengebäude aus wird das Kraftwerk im späteren Betrieb überwacht und gesteuert. Die oval angeordneten Arbeitsplätze sind dafür über ein Doppelbodensystem mit dem angrenzenden Serverraum verbunden. Im Verwaltungsgebäude sind neben Büro- und Schulungsräumen noch zwei Serverräume, ein Erste-Hilfe-Raum, eine Großküche und eine Cafeteria untergebracht. Im Sozial-, Lager- und Werkstattgebäude werden Ersatzteile verwaltet, Anlagenteile gewartet und Gefahrstoffe gelagert. Dafür wurde in der Maschinenhalle ein Kran installiert.

Erfolgreiche Gesamtfertigstellung

Seit dem Baubeginn im September 2017 hat die Porr rund 20.000 m³ Beton, 2.000 t Bewehrungsstahl und 15.000 m Rohrleitungen im Bereich des Power Blocks und der Nebengebäude verbaut und damit nicht nur das sprichwörtliche Fundament für das Kraftwerk geschaffen. Im Februar 2019 konnten die wesentlichen Rohbauarbeiten erfolgreich abgeschlossen und an den Auftraggeber übergeben werden. Neben den Außenanlagen übernahm das Team der Porr die Ausbauarbeiten, der brandschutztechnischen Ausstattung und den Straßenbau.

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