Progress Group

Mesh Spacer und Insert Placer: ­automatisiert zu höherer Effizienz

Vor dem Hintergrund ­eines immer größer werdenden Kosten- und Zeitdrucks in der verarbeitenden Industrie sind Effizienzsteigerungen Teil des Erfolgsrezepts, um auf dem Markt zu bestehen. Nicht anders verhält es sich in der Betonfertigteilindustrie. Innovative Automatisierungskonzepte erlauben es, bislang manuell durchgeführte Arbeitsschritte zu beschleunigen und die Qualität zu steigern. Ein Beispiel hierfür sind das automatisierte Verlegen von Abstandhaltern und Einsätzen beziehungsweise Inserts. Progress Maschinen & Automation, ein Unternehmen der Progress Group, hat zwei zukunftsweisende Systeme dafür entwickelt.

Es ist kein Zufall, dass der Automatisierungsgrad von Betonfertigteilwerken in den letzten Jahren massiv gesteigert wurde. Immer mehr Arbeitsschritte, die bislang manuell ausgeführt wurden und dadurch kostenintensiv und fehleranfällig waren, wurden obsolet. Nicht nur die Effizienz wurde erhöht, sondern in vielen Fällen auch die Qualität der Endprodukte.

Nachdem bei der Herstellung von Betonfertigteilen bereits vor Jahren der Schalungsprozess und das Verlegen von Bewehrung und Einbauteilen automatisiert wurde, gab es zu Beginn des Produktionszyklus noch zwei Arbeitsschritte, die nach wie vor manuell ausgeführt werden mussten: das Einlegen von Abstandhaltern für Betonstahlmatten und das Platzieren von Einsätzen beziehungsweise Inserts.

Automatisiertes Verlegen von Abstandhaltern nach CAD-CAM-Daten

Die Abstandhalter für Betonstahlmatten wurden bislang in Form von Ringen, Kunststoffstreifen oder Abstandhaltereisen von Hand eingelegt. Mithilfe einer Mesh Spacer genannten Speziallösung können diese nun durch spezielle Abstandhalter ersetzt und mit einem Robotersystem vollautomatisch auf der Produktionspalette positioniert werden.

Im Produktionsprozess entnimmt ein Positionierer die benötigte Anzahl von Abstandhaltern aus dem Magazin und legt sie an durch CAD-CAM-Daten definierten Positionen ab. Die optimale Positionierung wird mit einem eigenen Algorithmus berechnet und durch ein integriertes Lasersystem kontrolliert. Eine gleichmäßige Betonüberdeckung kann damit garantiert werden.

Qualitätssteigerung und ­signifikante Kostenreduktion

Die Automatisierung dieses Arbeitsschrittes führt dazu, dass einerseits die Anzahl der Abstandhalter auf ein Minimum reduziert – und gleichzeitig die Qualität des Betonfertigteils gesteigert werden kann. Zudem erhöht sich die Wirtschaftlichkeit: laut Berechnungen von Progress Maschinen & Automation liegt das Einsparungspotenzial bei bis zu 20 Cent/m². Geht man aus von einer Jahresproduktion in Höhe von 500.000 m², können mithilfe des Mesh Spacer problemlos 100.000 Euro an Kosten eingespart werden.

Ähnliche Vorteile bringt die Automatisierung des Verlegens von Einsätzen beziehungsweise Inserts: der Insert Placer genannte Roboter vereinzelt, klebt und positioniert Inserts wie etwa Gewindeeinsätze. Diese werden dazu benötigt, an Fertigdecken bestimmte Versorgungsleitungen anzubringen. Mithilfe von verschiedenen Farben kann die Art der Leitung gekennzeichnet werden. So ist bei der Montage sofort erkennbar, an welchen Stellen Wasser- oder Elektroleitungen befestigt werden müssen.

Schnell und präzise

Sowohl das Sortieren und die Bereitstellung der Einsätze als auch das Nachfüllen der Patrone erfolgen vollautomatisch. Ebenso kann die Patrone selbst, etwa bei einem Farbwechsel, automatisch und schnell ausgetauscht werden. Bevor die Gewindeeinsätze schließlich positioniert werden, bringt eine integrierte Klebepistole Klebstoff auf die Palette auf. Entsprechend den übermittelten CAD-CAM-Daten werden die Einsätze dann platziert. Der gesamte Prozess dauert pro Insert wenige Sekunden.

Beide vollautomatischen Systeme – sowohl der Mesh Spacer als auch der Insert Placer – werden bereits in Betonfertigteilwerken weltweit eingesetzt. Der Mesh Spacer wurde zudem im eigenen Betonfertigteilwerk der Progress Group installiert. Diese neuen Lösungen reihen sich damit in eine Reihe von innovativen Automatisierungskonzepten ein, die von Progress Maschinen & Automation entwickelt wurden.

CONTACT

Progress Maschinen & ­Automation AG

Julius-Durst-Straße 100

39042 Brixen/Italien

+ 39 0472 979 100

„Gleich noch einen zweiten Mesh Spacer bestellt“

Koen Titeca, Technischer Leiter bei Verhelst Bouwmaterialen NV, Oudenburg, Belgien: „In unseren beiden Palettenumlaufanlagen sind zwei Mesh Spacer in Betrieb. Wir sind hochzufrieden damit, da wir nicht nur viel Arbeitszeit einsparen, sondern auch Material. Es ist nun mal so, dass man von Hand immer viel mehr Abstandhalter einlegt, als nötig. Die Kosteneinsparungen sind wirklich beträchtlich – nicht umsonst haben wir ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme des ersten gleich noch einen zweiten Mesh Spacer bestellt.“

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