Die größte Kulturbaustelle Deutschlands
500 Jahre lang prägte das Schloss der Kurfürsten, Könige und deutschen Kaiser das Bild Berlins. Das ausgebrannte, aber substanziell solide Gebäude ließ der stellvertretende Ministerpräsident der DDR, Walter Ulbricht, nach dem Krieg sprengen und schuf Platz für den Palast der Republik, das „Heim des Volkes“, das erst 1976 eröffnet wurde.
Das einst eingemauerte Volk liebte sein „Heim“ so sehr, dass der asbestverseuchte Palastkasten zugunsten des 2002 vom Deutschen Bundestag beschlossenen Wiederaufbaus des Schlosses spurlos abgerissen wurde. Seine sozialistischen Fundamente ächzen nun unter der Last des neuen Schlosses. Der italienische Architekt Prof. Franco Stella aus Vicenza gewann 2008 den internationalen Entwurfswettbewerb um die Wiederherstellung der historisch zusammenhängenden Mitte Berlins.
Drei Seiten der Schlossfassaden und der Schlüterhof entstehen neu in alter Schönheit. Die wenig ansprechende alte Spreefassade im...
