Zement+Beton Austria

Barbecue-Möbel aus Beton prämiert

Die Stadt Wien, Österreich,
hat sich vorgenommen, auf dem beliebten Freizeitparadies Donauinsel eine neue Grillmöblierung einzusetzen. Von der Magistratsabteilung 45 – Wiener Gewässer, der Österreichischen Zementindustrie und dem Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke wurde der Concrete Design Award 2013 „Barbecue Edition 25“ für Studentinnen und Studenten ausgelobt. Nachdem die Facebook-Nutzer ihre Favoriten gewählt hatten, wurden die von einer hochrangigen Jury unter dem Vorsitz Vorsitz von o. Univ. Prof. Mag. arch. Paolo Piva, Institut für Industrial Design an der Universität für angewandte Kunst Wien ermittelten ersten drei Plätze prämiert.

Der Entwurf „Donauwelle“ des TU Wien-Teams Benjamin Kromoser und Martin Ritt belegt den ersten Platz, die Modelle „Grillmaxx“ und „Donaugrill“ teilen sich Platz zwei. „Die Gewinnerteams haben durchdachte konstruktive Ansätze vorgelegt und gestalterischen Mut bewiesen“, zeigte sich DI Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischwen Zementindustrie, von der hohen Qualität der Arbeiten begeistert.

Komplexes Anforderungsprofil

Gefragt war eine einladende Tisch-Bank-Kombination unter exklusiver Anwendung des Baustoffs Beton für acht bis zehn Personen. Die Möbel sollten funktionell, benutzer- und wartungsfreundlich, UV- und wetterbeständig, vandalismusresis-tent und besonders langlebig sein. „Bei den bestehenden Möbeln auf der Donauinsel haben wir große Probleme mit Vandalismus. Auch die Größe der bisher eingesetzten Grill-Einheiten ist unpraktisch, da viel Heizmaterial gebraucht wird“, sagt Initiator Senatsrat DI Gerald Loew. „Grillen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung, die aber auch strenge Regeln mit sich bringt. Beton ist dafür genau das richtige Material, denn er gilt als zuverlässig und sicher und er lässt sich obendrein auch wunderbar gestalten.“

Die insgesamt 22 eingereichten Projekte stammen von Studenten der Technischen Universitäten Wien und Graz, Universität für Bodenkultur Wien, Universität für angewandte Kunst, Akademie der bildenden Künste, dem Bfi Diplomlehrgang Internationales Design, FH Campus Wien, der HTL Mödling, FH Johanneum Graz und der Leopold Franzens Universität Innsbruck.

Sieger „Donauwelle“ als kommunikativer Hotspot

Sieger wurde das Projekt „Donauwelle“ vom TU Wien-Duo Benjamin Kromoser und Martin Ritt, das mit der archaischen Urform einer Lagerfeuerstelle überzeugen konnte und in der Familie der runden Formen angesiedelt ist. Der Entwurf erweist sich als kommunikativer Hotspot mit Lagerfeuerstimmung. „Auch die sehr dünne Tischplatte, die auf den ersten Blick utopisch scheint, ist mit Adaptierungen durchführbar ebenso wie Lehnen zur gemütlicheren Ausformung“, so die Jury zu ihrer einstimmigen Entscheidung. „Das Projekt sieht den Einsatz von textilbewehrtem Beton vor. Durch die filigrane Bewehrung sind sehr dünne und zugfeste Bauteile realisierbar“, hob Friembichler positiv hervor. „Der Einsatz von neuen Materialien war uns ein besonderes Anliegen. Daher haben wir uns intensiv mit Textilbeton beschäftigt“, betonte Kromoser.

„Grillmaxx“ und „Donaugrill“ auf zweitem Platz

Den zweiten Rang teilt sich ein Team von Studenten der TU Wien und der BOKU mit einem Team der Universität für angewandte Kunst Wien. „Grillmaxx“, ein Entwurf von Fabian Schicker (BOKU), Patrick Olczykowski und Tugyan Ertürk (TU Wien), erweist sich als herausragende Arbeit in der Familie der linearen Formen und überzeugt mit Klarheit in der Formensprache. In einer ähnlich modernen Formensprache präsentiert sich der Entwurf „Donaugrill“ von Lorenz Krisai und Hugo Eynius Toro.

Die ausgewählten Projekte haben den Härtetest mit Fokus auf die Machbarkeit und die Umsetzbarkeit bestanden. Der mit 7.000 Euro dotierte Wettbewerb wurde mit 3.000 Euro für den ersten Platz, je 1.500 Euro für die beiden Zweitplatzierten und je 500 Euro für die beiden Anerkennungen aufgeteilt.

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