Beton als architektonisches Gestaltungsmittel – Material, Atmosphäre und Präzision
Der Vortrag widmet sich dem vielseitigen Einsatz von Beton als formgebendes und atmosphärisch wirkendes Element in der Architektur. Ausgehend von der Leitfrage, wie Beton Räume erzählt und wie präzise Materialentscheidungen die Identität eines Gebäudes formen, werden - beginnend mit dem Ausbildungs- und Trainingszentrum in Erlangen - unterschiedliche Strategien gezeigt, wie Beton in den Projekten von Scope Architekten räumliche Klarheit, Robustheit und eine präzise gestalterische Haltung erzeugt.
Im Mittelpunkt stehen die Themen Materialität, konstruktive Genauigkeit und die atmosphärische Kraft von Betonoberflächen – von vorgefertigten Fassadenelementen über Sichtbeton im Innenraum bis zu terrazzoartigen Böden und präzisen ausgeführten Fertigteilen. Gezeigt wird, wie differenziert eingesetzter Beton sowohl funktionale Anforderungen erfüllt und durch unterschiedliche Anwendungsarten die räumliche Identität von Gebäuden maßgeblich prägt.
Anhand ausgewählter Projekte wird aufgezeigt, wie Scope Architekten Material denken und im Entwurf einsetzen, sodass es die architektonische Erzählung trägt: seriell und modular, handwerklich veredelt oder als ruhige, robuste Raumkulisse.
Der Beitrag gibt Einblicke in planerische Entscheidungen, Abstimmungsprozesse und die konstruktiven Herausforderungen, die mit anspruchsvollen Betonoberflächen verbunden sind. Gleichzeitig zeigt er, welche gestalterischen Potenziale Beton für zeitgemäße Lern-, Arbeits- und Forschungsumgebungen bietet – und wie Beton durch präzise Anwendung zu einem zentralen Baustein der architektonischen Identität wird.
