Architekturbetonfassaden als Beitrag zu Gestaltungs- qualität und Nachhaltigkeit – Projektberichte

Projekt 1: Überseequartier Hamburg: Anspruchsvolle Fassadenarchitektur für maritimes Wohnen

Das Wohnprojekt „Eleven Decks“ im Westfield Hamburg-Überseequartier setzt mit seiner terrassierten Architektur und 306 Wohnungen ein markantes Zeichen in der HafenCity. Prägende Gestaltungselemente sind 540 monolithische, durchgefärbte rote Sichtbetonelemente, gefertigt von Hemmerlein. Die eigens für das Bauvorhaben entwickelte Rezeptur gewährleistet höchste Farbtongleichmäßigkeit und präzise Oberflächen – angelehnt an die Ziegelfarbe der Speicherstadt. Nachhaltigkeit spielt bei diesem Projekt ebenfalls eine zentrale Rolle: Das Gesamtquartier wurde als erstes Projekt in Deutschland mit der BREEAM-Communities-Zertifizierung „exzellent“ ausgezeichnet. Damit steht „Eleven Decks“ für anspruchsvolle Architektur im Kontext eines zukunftsorientierten, nachhaltigen Stadtquartiers.

 

Projekt 2: Wohnungsbau Pforzheim: Energieeffiziente Solarthermie-Fassade im Geschosswohnungsbau

In Pforzheim entstand ein innovativer Geschosswohnungsbau mit vorgehängter, solarthermisch aktivierter Architekturbeton-Fassade. Sie wurde mit dem Fraunhofer IBP und dem ISFH entwickelt und von Hemmerlein Ingenieurbau gefertigt. Zwölf großformatige, sandgestrahlte Fassadenelemente an der Ost- und Westseite des Gebäudes integrieren Kapillarrohrmatten als Absorber und liefern Niedertemperaturwärme für eine Wärmepumpenanlage. Das Gebäude ist Teil des BMWK-geförderten Forschungsprojekts, das die Entwicklung und Systemintegration aktivierter Fassaden im Geschosswohnungsbau untersucht. Die Einbindung der Solarthermie in die Gebäudehülle erschließt bedeutende Energieeinsparpotenziale und nutzt große Fassadenflächen für Wärmegewinnung bei gleichzeitig hochwertiger Architektur. Ergänzt durch Photovoltaik auf dem Flachdach und Erdwärmebohrungen kann der Wärme- und Warmwasserbedarf nahezu autark gedeckt werden. Realisiert wird das Gebäude von der Pforzheimer Bau und Grund: 19 barrierefreie Wohnungen – zwölf 3-Zimmer-, sechs 2-Zimmer-Einheiten und ein 100-m²-Penthouse.

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